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Volumenermittlung in Teilbereichen von Geländemodellen


Gast Guest

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Hallo Forum,

 

Folgendes Problem hoffe ich mit eurer Hilfe zu lösen. Für das Abbaukonzept eines Steinbruches habe ich ein Geländemodell erstellt, indem ich je Abbauphase die jeweiligen Kubaturen ermittle. Nun liegt der Steinbruch auf mehreren verschiedenen Grundstücksparzellen und ich soll die abgebaute Menge pro Grundstücksparzelle ermitteln. Dies mit Modifikatoren zu bewerkstelligen ist sehr umständlich und wahrscheinlich sehr ungenau. Wie dies mit den 3D-Funktionen (Vollkörper anlegen, etc.) machbar ist, habe ich leider keine Ahnung bzw. bin bei meinen Versuchen immer wieder gescheitert. Kann mir diesbezüglich jemand weiterhelfen?

Herzlichen Dank im Voraus!

 

Hubert Trixl

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hallo hubert,

 

wenn du dir schon die mühe gemacht hast ein dgm zu erstellen, dann solltest du es auch für deine abtragsberechnungen nutzen.

was genau findest du denn an den modifikatoren umständlich?

Dies mit Modifikatoren zu bewerkstelligen ist sehr umständlich und wahrscheinlich sehr ungenau.

ungenau wird es eigentlich nur wenn:

a) deine höhenlinien sehr geschwungen sind und dadurch extreme ein- bzw. ausbuchtungen entstehen (leider lassen sich die triangulationen nicht beeinflussen/ verändern) und

b) du koordinatenobjekte als modifikatoren einsetzt.

 

gruß

kim

Windows 7/10 Prof. (x64), VW 2016/2017 Landschaft

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Hallo Kim,

 

Ich gebe Dir recht, den Abbau mittels Geländemodell und Modifikatoren zu planen ist kein Problem und großteils auch nicht umständlich. Und die Ermittlung der Kubatur für den gesamten Abbau funktioniert ebenfalls tadellos.

Mein Problem besteht darin, die Kubatur für einen Teilbereich (in diesem Fall für eine Grundstücksparzelle) mitten im Abbau zu ermitteln. Wenn ich dies mit den Modifikatoren mache, muss ich sie entsprechend abändern und das kann mühsam werden. Weiters musst du jede Höhenlinie mit einem Modifikator anlegen, da ansonst das Ergebnis wenig berauschend ist. Deshalb hoffe ich, dass es eine Möglichkeit gibt dies auf anderem Wege zu bewerkstelligen. Wenn sich z.B. ein Schnittkörper aus Ist- und Soll-Modell herstellen lässt, könnte man ja diesen 3D-Körper entsprechend zurechtstutzen und so die Kubatur ermitteln. Jedoch weiß ich nicht, wie man vom Geländemodell (3D-Darstellung: Volumenmodell) zum 3D-Vollkörper (oder ähnliches) kommt. Auch ein Verschneiden eines 3D Körpers mit dem Geländemodell (Befehl: Vollkörper anlegen - Schnittfläche anlegen) hat nicht funktioniert.

Es geht mir um eine Möglichkeit, aus Teilbereichen eines Geländemodells die Volumendifferenz abzufragen ohne die für das Soll-Modell verwendeten Modifikatoren wieder abändern zu müssen.

 

Gruß

Hubert

 

PS: zu Koordinatenobjekte - bisher konnte ich noch keinen Unterschied in der Volumenberechnung feststellen zwischen Modifikatoren - Höhenlinien und Modifikatoren - Koordinatenobjekte. Wie äußert sich dies in der Volumenberechnung - ensteht dabei nur ein kleiner Fehler oder ein größerer?

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hallo hubert,

 

also ein volumenkörper aus einem vorhandenem dgm zu erstellen ist relativ einfach. damit das geländemodell nicht völlig verloren geht solltest du ein "abbild anlegen" (schalttaste findest du in der info-palette bei aktiviertem dgm).

bei deinem abbild musst du jetzt den befehl "gruppierung auflösen" anwenden (finde ich etwas unlogisch, da man ja eigentlich keine gruppe hat - nun ja). als ergebnis erhältst du einen punktkörper (geländeoberfläche) und gruppierte 3d-polygone. nach dem du die 3d-polygon-gruppe aufgelöst hast, kannst du die benötigten elemente markieren und aus den einzelteilen einen volumenkörper erstellen.

ich weiß zwar nicht ob es bei deinem problem weiterhilft, aber zumindest kannst du so von beiden modellen (ist-, soll-modell) ein schnittvolumen herstellen.

 

bzgl. koordinatenobjekte: wenn man ein dgm aus 3d-hilfspunkten erstellt und anschließend die koordinatenobjekte als modifikatoren einsetzt kann es passieren (bei mir war es immer so), dass diese modifikatoren bei der volumenberechnung nicht berücksichtigt werden. bei den "normalen" modifikatoren taucht dieser fehler nicht auf.

 

gruß

kim

Windows 7/10 Prof. (x64), VW 2016/2017 Landschaft

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hallo Kim,

 

Herzlichen Dank für Deine Hilfe. Konnte den Vollkörper erzeugen, bin aber dann doch noch kurz vorm Ziel gescheitert. Ich dachte nämlich, dass man das Volumen eines jeden 3D-Körpers über das Menü Bearbeiten - 3D Information erhält. Dies scheint für Punktkörper aber leider nicht zu gelten. Nun wer suchet, der findet ;-)

 

gruß

 

Hubert

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hallo hubert,

 

Ich dachte nämlich' date=' dass man das Volumen eines jeden 3D-Körpers über das Menü Bearbeiten - 3D Information erhält. Dies scheint für Punktkörper aber leider nicht zu gelten.[/quote']

so ganz stimmt das nicht. normalerweise funktioniert das auch bei punktkörpern. warum das bei einem aufgelösten dgm nicht funktioniert weiß ich auch nicht genau. ich habe aber die vermutung, dass das aufgelöste volumenmodell irgenwie eine lücke aufweist und deshalb kein volumen berechnet werden kann.

zur überprüfung habe ich bei einem ganz simplen modell einfach mal den "boden" weggelöscht und neu gezeichnet und anschließend mit dem punktkörper (oberfläche) verbunden und siehe da, plötzlich wird ein volumen angezeigt :!:

da zeigt sich, dass noch so einiges am geländemodell verbessert werden muss.

mein fazit ist: für visuelle zwecke ist das dgm gut zu gebrauchen, aber für zuverlässige volumenberechnungen ist es einfach noch nicht ausgereift.

 

gruß

kim

Windows 7/10 Prof. (x64), VW 2016/2017 Landschaft

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hallo kim,

 

Nach den anfänglichen Sackgassen habe ich doch noch eine Möglichkeit gefunden, schnell und relativ unkompliziert die Kubaturen für Teilbereiche zu ermitteln. Anstatt eines Volumenmodells habe ich das Abbild eines Höhenlinien-Sollmodells zerlegt (Gruppe auflösen). Dadurch erhalte ich die 3D-Polygone des Sollzustandes, die ich wieder in ein DGM umwandeln kann. In diesen beiden Modellen kann ich nun mittels Modifkator-Höhenlinie den gewünschten Teilbereich ausstanzen und erhalte aus der Differenz der beiden Abträge die gesuchte Kubatur.

Der dabei entstehende Fehler ist tolerierbar, da er wahrscheinlich im Bereich von +- 100m3 liegt.

 

mein fazit ist: für visuelle zwecke ist das dgm gut zu gebrauchen, aber für zuverlässige volumenberechnungen ist es einfach noch nicht ausgereift.

 

Ich benötige das DGM für fast jedes Projekt und bisher konnte ich mich recht gut auf die Volumenberechnung verlassen. Nicht nur bei großflächigen Erdbauarbeiten wo ein Fehler von +-100m3 kaum ins Gewicht fällt, sondern auch bei Geländeveränderungen von wenigen 100m3 stimmten die mit dem DGM ermittelten Massen, mit dem beim Bau durchgeführten Geländeveränderungen gut überein.

Nichtsdestotrotz gebe es noch viel zuverbessern bzw beharrliche Fehler endlich auszumerzen (z.B. Ein Eintrag in der Referenzhöhe führt immer noch zu einer falschen Volumenberechnung).

 

nochmals vielen Dank für deine Hilfe!

 

gruß

Hubert

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