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Ungenauigkeiten trotz nummerischer Eingabe


andi.fool

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Moinmoin

 

Bin am Zeichnen einer Schnittlinie Treppe mit Polylinie/Polygon und hab grad eine erschreckende Feststellung gemacht: Hab eine Polylinie/Polygon aus einem horizontalen 63cm Stück und einem 15cm vertikalen Stück. Wenn ich mit dem Umformen Werkzeug nun einen zusätzlichen Punkt mit wiederum 63cm horizontale einfügen möchte (direkte nummerische Eingabe via Tabulator) funktioniert dies nur in ganz engem Umkreis des VW Nullpunkts wirklich korrekt.

Sobald ich weiter weg bin vom Nullpunkt (ca. 1500cm) sehe ich im Infoobjekt, dass die Gesamtbreite anstatt 126.0cm nur mit 125.9999999876 ausgelesen wird (obwohl saubere Eingabe via Tabulator)!

Habs auch in einem leeren File ausprobiert und denselben Effekt festgestellt.

Mir ist klar, dass je weiter weg vom Nullpunkt desto grösser die Probleme mit diversen Sachen... aber irgendwie find ich das doch brutal grenzwertig bei nur 1500cm Abstand zum Nullpunkt.

Heisst für mich de facto unbrauchbar. Mir ist klar, dass solche Differenzen am Bau absolut keine Rolle spielen. Ich habe aber ein Problem damit, wenn ich korrekte Masse eingebe und später überall diese Mikrodifferenzen habe, da könnt ich echt ko... Zeichnerkrankheit halt :-)

Hat jemand ähnliches oder mach ich etwas verkehrt?

 

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Hallo Andi

 

Danke für den genauen Beschrieb. Ist soeben mit hoher Priorität an den Hersteller gemeldet worden!

 

Gruss, Marc

Leiter BIM Consulting

ComputerWorks Schweiz

________________________________________

Vectorworks - Führende BIM-Spitzentechnologie und Flaggschiff der Nemetschek Gruppe

Weltweit verwirklichen über eine halbe Million Architekten und Designer grossartige Projekte mit Vectorworks!

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>>Sobald ich weiter weg bin vom Nullpunkt (ca. 1500cm) sehe ich im Infoobjekt, dass die Gesamtbreite >>>anstatt 126.0cm nur mit 125.9999999876

 

Es ist mathematisch unmöglich, mit endlich viel Speicherplatz (Gleitkommazahlen werden afaik in Vectorworks je nach Betriebssystem in 8 oder 10 Bytes gespeichert, es können also 2 hoch 64 bzw 2 hoch 80 Zahlen exakt gespeichert werden, alle anderen nicht) unendlich viele Zahlen exakt darzustellen.

 

Intern werden in Computern Zahlen nicht als Zeichenketten gespeichert, sondern in einem komplexeren Format, das nicht auf dem Zehnersystem basiert. Wenn für eine Zahl keine exakte Bitkombination existiert (sie also nicht einer der 2 hoch 64 möglichen Zahlen entspricht), muss der Computer runden. Deswegen wird die Zahl "126.00" als "125.999..." intern gespeichert.

 

Das ist kein spezielles Problem von Vectorworks, sondern ein "Naturgesetz" und trifft für alle Programme zu. Es ist natürlich möglich, dass andere Programme diese Ungenauigkeiten besser verbergen und einen "gerundeten String" anzeigen, aber die Zahlen selbst können auch die nicht beliebig genau machen.

 

Normalerweise sieht man diese minimalen Ungenauigkeiten nur, wenn man bei den Beschriftungsoptionen allzuviele sichtbare Nachkommastellen eingestellt hat.

Gruß


Stefan Bender

ComputerWorks GmbH

http://www.computerworks.de

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War vielleicht doch nicht alles 100% rechtwinklig ?

Ansonsten fände ich das auch doof.

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VW 2023 ARCH US
🇪🇺 Europe

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>>Sobald ich weiter weg bin vom Nullpunkt (ca. 1500cm) sehe ich im Infoobjekt, dass die Gesamtbreite >>>anstatt 126.0cm nur mit 125.9999999876

 

Es ist mathematisch unmöglich, mit endlich viel Speicherplatz (Gleitkommazahlen werden afaik in Vectorworks je nach Betriebssystem in 8 oder 10 Bytes gespeichert, es können also 2 hoch 64 bzw 2 hoch 80 Zahlen exakt gespeichert werden, alle anderen nicht) unendlich viele Zahlen exakt darzustellen.

 

Intern werden in Computern Zahlen nicht als Zeichenketten gespeichert, sondern in einem komplexeren Format, das nicht auf dem Zehnersystem basiert. Wenn für eine Zahl keine exakte Bitkombination existiert (sie also nicht einer der 2 hoch 64 möglichen Zahlen entspricht), muss der Computer runden. Deswegen wird die Zahl "126.00" als "125.999..." intern gespeichert.

 

Das ist kein spezielles Problem von Vectorworks, sondern ein "Naturgesetz" und trifft für alle Programme zu. Es ist natürlich möglich, dass andere Programme diese Ungenauigkeiten besser verbergen und einen "gerundeten String" anzeigen, aber die Zahlen selbst können auch die nicht beliebig genau machen.

 

Normalerweise sieht man diese minimalen Ungenauigkeiten nur, wenn man bei den Beschriftungsoptionen allzuviele sichtbare Nachkommastellen eingestellt hat.

 

 

Also das ist ja schön "wissenschaftlich" erklärt.

Fakt ist, dass wir hier vom cm-Bereich sprechen und da ist ja wohl zu erwarten dass ein CAD Planungstool in der Lage ist jene Zahlen anzuzeigen bzw. zu auch zeichnen die auch eingegeben werden.

Das wäre das Gleiche wenn ich ein computergesteuertes digitales Messgerät habe das dann plötzlich nicht mehr in der Lage ist meine Mikrometer/Nanometer zu messen. Da müßten wir in der Metallbranche wieder auf den Zollstock zurückgreifen. Diese Fehlmessungen würden sich bei mehreren Bauteilen addieren und sich letztendlich zu unbrauchbaren Teilen summieren. Von der Medizintechnik noch gar keine Rede...

Wenn ich 126,000 haben möchte, dann bekomme auch 126,000 und nicht 125,999...

Ich denke VW sollte dieses Basisproblem raschest erledigen, statt Erklärungen für dieses Problem zu suchen.

Danke im Voraus!

Nikolaus Fedl

VW 2024 Designer, Win 11, i9, 32GB,  www.fedl.eu; www.gartenplanung-fedl.at; www.freiraumarchitektur.at; www.schattenbild.at; www.gartenarchitekten.at

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Wenn ich ist so eine krumme Zahl sehe denke ich immer ich habe etwas falsch gemacht

(falsch gefangen, SHIFT für rechtwinklig vergessen etc.)

und fange sofort an zu reparieren oder noch mal neu zu zeichnen.

 

Ich wundere mich auch dass es bei so simplen Zahlen, doch so nahe am Ursprung,

auftritt.Ich könnte mir schon vorstellen dass es doch am Polygonwerkzeug liegt.

 

 

BTW

Mindestens ebenso schlimm finde ich aber das Anzeigen einer aktivierten Füllung

bei offenen Polygonen generell oder wie in dem Fall in dem eigentlich nur eine

(Multi)Linie gemeint ist. (Wofür man sonst ein Linienwerkzeug zur verfügung hat)

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