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Ich suche ein praxisnahes VW 2015 Beispielprojekt - kann jemand helfen?


Phrodus

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Hallo,

 

ich habe mir von meinem Vectorworks Händler die 2015er Architekturversion als Demo zusenden lassen und würde gerne mal die Leistungsfähigkeit testen.

 

Leider gibt es mit der Demoversion nur ein sehr kleines und meines Erachtens wenig aussagekräftiges Demoprojekt.

 

Ich wünschte mir eher so etwas wie ein Verwaltungsgebäude oder einen mehrgeschossigen Wohnungsbau, um zu sehen, wie man mit Vectorworks bis zur Werk- und Detailplanung arbeiten kann.

 

Mein Händler sagt, dass er mir nicht weiterhelfen kann.

Habt Ihr einen Tipp?

Computerworks müsste doch umfangreiche Demoprojekte haben, um die Bim Fähigkeiten zu testen und auf Messen vorzuführen.

 

Phrodus

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Hallo Phrodus

 

Viele unserer Demoproekt sind echte Kundenprojekte und die dürfen wir nicht rausgeben.

 

Hier findest du aber freigegebene BIM-Projekt:

http://www.computerworks.de/produkte/vectorworks/vectorworks-architektur/vectorworks-und-bim/projekte/arboleda-open-bim-project.html

 

Gruss, Marc

Leiter BIM Consulting

ComputerWorks Schweiz

________________________________________

Vectorworks - Führende BIM-Spitzentechnologie und Flaggschiff der Nemetschek Gruppe

Weltweit verwirklichen über eine halbe Million Architekten und Designer grossartige Projekte mit Vectorworks!

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Danke, für's BIM ist die Datei schon mal ganz interessant.

 

Beinahe noch wichtiger - weil derzeit noch praxisbezogener - wäre ein Beispiel mit einer Werk- und Detailplanung mit Vectorworks.

 

Alle Kollegen, die ich kenne bearbeiten Ihre Projekte in der Werkplanung nur in 2D oder 2,5D.

Mit 2,5D meine ich, dass sie zwar Wände verwenden, aber nicht um ein fehlerfreies 3D Modell zu erhalten (oder eine belastbare Mengenermittlung), sondern die Wände dienen nur für die 2D Darstellung der Wand im Grundriss.

 

Insofern bin ich noch nirgends fündig geworden bei meiner Suche nach einem praxisnahen Vectorworks Projekt.

 

Gibt es denn kein einziges, das Ihr rausrücken dürft?

 

Phrodus

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Hallo Phrodus

 

Korrekt ist folgender Ansatz:

 

Schnitte und Fassaden werden aus dem 3D-Modell (1:50) abgeleitet. Details (welche nicht im Modell sind oder nicht im Modell erstellt werden möchten) werden als planare Information darüber gelegt.

 

Je nach Bauvorhaben muss mehr oder weniger ergänzt werde. Am Vectorworks Anwendertag in der Schweiz von letzter Woche haben Ferrara Architekten AG aus Basel Ihre 3D-Arbeitsweise gezeigt und dabei ein Projekt mit Klinker prräsentiert. Das Fugenbild für die Klinker wurde zum Beispiel ergänzt, weil es keinen Sinn macht Klinkersteine im 3D-Modell zu erstellen.

 

Für Detailpläne werden dann natürlich noch mehr Infos ergänzt. Aber z.B. die Grösse des Storenkastens wird bereits im 3D-Modell bzw. im Fensterwerkzeug korrekt eingegeben und in den Detailplänen einfach noch mit Herstellerdetails ergänzt.

 

Gruss, Marc

Leiter BIM Consulting

ComputerWorks Schweiz

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Schnitte und Fassaden werden aus dem 3D-Modell (1:50) abgeleitet. Details (welche nicht im Modell sind oder nicht im Modell erstellt werden möchten) werden als planare Information darüber gelegt.

Gruss, Marc

 

Sehr interessant. Genau das ist es, was mich anhand eines einigermaßen großen Projekts interessieren würde.

Also was es bedeutet 'abzuleiten' und 'planare Informationen darüber' zu legen.

Und das anhand einer Projektdatei, in der alles enthalten ist: Werkpläne, 3D Modell, Details - direkt aus der Leistungsphase 5 unter 'real life' Bedingungen.

So etwas müsste es doch geben?

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Am Vectorworks Anwendertag in der Schweiz von letzter Woche haben Ferrara Architekten AG aus Basel Ihre 3D-Arbeitsweise gezeigt und dabei ein Projekt mit Klinker prräsentiert.

 

 

Ist das als Video zu finden ?

📦 Mac Mini M1 16 GB M1  macOS 13 Ventura

🗑️ Mac Pro 6c 24 GB D700  macOS 12.5 Monterey, in Rente ...
📺 PC RYZEN 3950X 64 GB RX6800 16 GB  🐧 Manjaro + OpenSUSE Tumbleweed + ElementaryOS
VW 2022 ARCH US
🇪🇺 Europe

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Ich muss ja zugeben, dass mich die Arbeitsweise von Ferrara nicht so stark interessiert, wie die Frage, wie sich Computerworks die Umsetzung eines real-life Projekts mit Vectorworks vorstellt.

 

Im Moment scheint es so zu sein:

Jeder Architekt bastelt sein eigenes Süppchen und der Hersteller weiß nie so genau, was die Anwender mit seiner Software genau machen.

 

Idealerweise gäbe es ein Musterprojekt. Sauber strukturiert und praxiserprobt, anhand dessen man sieht, wie sich sie Programmierer den Workflow und die Ausgabe vorstellen.

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Hallo Phrodus

 

Es gibt nicht das "Eine" Projekt. Wenn ich das Dachgeschoss eines EFH umbaue, habe ich nicht die selben Anforderung an Vectorworks wie wenn ich den Neubau eines Mehrfamilienhauses plane.

 

Deshalb stellen sich zu Beginn eines Projektes folgende Fragen:

- Wieviele Mitarbeiter werden am selben Projekt arbeiten?

- Gibt es ein Achsraster oder Mantellinien?

- Welche vertikalen Elemente (Erschliessungszonen) wiederholen sich in jedem Geschoss?

- Welche Bauteile werden in der Projektbibliothek zur Verfügung gestellt?

- Wird ein BIM-Modell erstellt?

 

Alle diesen Fragen ergeben zusammen die Struktur und Projektorganisation. Daher ist es gut und sinnvoll, dass nicht alle Büros identisch arbeiten. In der Version 2015 liefern wir aus meiner Sicht eine sehr gute Klassen und Geschossstruktur mit. Und auch das Zubehör dieser Vorgabe ist bereits nach Klassen strukturiert. Daher mein Tipp: Die Vorgabe mal anschauen und daraus eine persönliche Vogabe erstellen.

 

Gruss, Marc

Leiter BIM Consulting

ComputerWorks Schweiz

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Hallo Phrodus,

 

wir bearbeiten Projekte in der Größenordnung 1-20 Mio Bausumme in den Leistungsphasen 1-5 in Vectorworks. Gerne kann unser Büro in Hamburg besucht werden, ich zeige dann mal, wie wir versuchen, die Detaillierungsgrade und Datenmengen zu bändigen.

 

Insgesamt ist der Workflow so:

 

Grundrisse werden in 2,5D mit intelligenden Objekten in den LP 1-4 gezeichnet. Schnitte werden händisch gezeichnet, weil der Aufwand für das 3D-Modell zu hoch ist (Unterzüge, Gründung, etc)

 

In LP5 werden die Grundrisse in 2,5D gezeichnet, sämtliche Details komplett in 2D. Im letzten Jahr haben wir versucht, einen kleinen Geschosswohnungsbau auch in LP5 in 3D zu erfassen (den gesamten Rohbau), haben dies aber aus Performancegründen abgebrochen.

 

Sinnvoll ist der Umgang mit umfangreichen eigenen Bibliotheken und Symbolen für die Ausführungsplanung, da liegt - in Verbindung mit den brauchbaren Beschriftungs- und Legendentools - aus meiner Sicht der Schlüssel zu einer guten und zugleich wirtschaftlichen Planung.

 

Grüße, Cajus

UP+ Architekten + Stadtplaner

Uffelmann . Pruin Partnerschaft mbB

http://www.upp-architekten.de . VW2013/2014/2015/2016/1017 Arch / RenderWorks auf OS X / macOS

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@Cajus

 

Hallo Cajus,

vielen Dank für das sehr nette und freundliche Angebot, Einblick in Euren Workflow zu geben.

Da ich leider sehr selten nach Hamburg komme, wird es wohl noch ein Weilchen dauern, bis ich vor Ort bin. Vielleicht kann mir ja doch zwischenzeitlich Computerworks weiterhelfen...

 

Alle diesen Fragen ergeben zusammen die Struktur und Projektorganisation. Daher ist es gut und sinnvoll, dass nicht alle Büros identisch arbeiten. In der Version 2015 liefern wir aus meiner Sicht eine sehr gute Klassen und Geschossstruktur mit. Und auch das Zubehör dieser Vorgabe ist bereits nach Klassen strukturiert. Daher mein Tipp: Die Vorgabe mal anschauen und daraus eine persönliche Vogabe erstellen.

Gruss, Marc

 

Hallo Marc,

die leere Vorgabedatei anzusehen hilft mir nicht weiter, da sich jedwede Vorgabedatei ja in der Praxis bewähren muss. Wir benutzen seit der Version 2008 Vectorworks Basic im Büro und stehen nun vor der Frage, ob wir upgraden oder zu einer anderen Software wechseln.

 

Natürlich würden wir lieber bei Vectorworks bleiben, aber davor steht die Frage, wie leistungsfähig die Architektur Version tatsächlich ist. Deshalb habe ich mich zunächst bei den vielen Kollegen umgehört, die die Architekturversion verwenden. Das Ergebnis war ernüchternd:

KEINER der Kollegen (die ich befragt habe) arbeitet so, wie es der Hersteller empfiehlt oder wie es suggeriert wird

 

ALLE Kollegen (die ich befragt habe) arbeiten so, wie es auch Cajus von generalPLAN beschreibt: Grundrisse werden in 2,5D gezeichnet, d.h. man verwendet das Wand-Werkezeug, um Fenster und Türen einzusetzen aber nicht in der Absicht, ein Modell des Gebäudes zu erstellen und zu pflegen. Die Wände werden in erster Linie als 2D Zeichenwerkzeug verwendet.

 

Auf die Weise habe ich aber bereits im Jahr 1994 Projekte mit ArchiCAD 4.55 bearbeitet.

Insofern kann ich nicht glauben, dass das die Vorstellung ist, wie man im Jahr 2015 mit einem CAD Programm Gebäude plant. Und deshalb bin ich weiterhin auf der Suche nach einem größeren Projekt aus der Praxis, dass belegt, dass eine integrierte, bauteilorientierte Bearbeitung bis zur Werkplanung heutzutage möglich ist.

 

Kurzum: eine VW-Projektdatei mit Werkplänen in Grundrissen, Ansichten und Schnitten, die mit Unterstützung eines Modells erzeugt werden. Aus dieser Datei werden automatisch Flächen und Rauminhalte erzeugt und Massenermittlungen generiert. Detailzeichnungen basieren auf dem Modell und werden individuell ergänzt und beschriftet. Und das Modell wird zum Zwecke der Visualisierung verwendet.

 

Alle Einzelaspekte habe ich selbst schon ausprobiert und man kennt sie aus vielen Tutorials.

Aber ich habe eben noch nie die funktionierende Projektdatei eines größeren Gebäudes gesehen, in der die Informationen zusammengeführt sind.

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Hallo Phrodus

 

Wir haben in der Schweiz diverse Büros welche in den letzten 3-4 Jahren begonnen haben Schnitte und Ansichten vom Modell abzuleiten. An beiden Fachhochschulen wo ich unterrichte ist diese Vorgehensweise normal und wird bei gewissen Abgaben sogar zwingend verlangt.

 

Im Bereich BIM ist Vectorworks aus meiner Sicht führend, denn es gibt doch immer noch CAD-Programme welche sich als angebliche "BIM-Meister" aufspielen und dabei z.B. die Treppe nicht mit der Geschosshöhe verknüpfen können oder keine echten unterschiedlich hohen Wandschalen kennen. Da muss dann im Schnitt noch richtig gefummelt werden und die Massenermittlung stimmt dann meistens auch nicht.

1994 konnte das Vectorworks natürlich auch noch nicht, aber offensichtlich wurden bei Nemetschek Vectorworks die Hausaufgaben besser gemacht ;-)

 

Gruss, Marc

Leiter BIM Consulting

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Hallo Marc,

 

im Studium habe ich das auch schon gemacht, dass ich Schnitte und Ansichten vom Modell ableite.

Und aus der täglichen Arbeit kenne ich das aus der Entwurfsphase.

 

In der Ausführungsplanung hat sich aber zumindest in meinem Umfeld in den letzten 15 Jahren sehr wenig getan. Insofern würde mich eine Beispielprojektdatei aus der Leistungsphase 5 schon sehr motivieren, es auch einmal wieder zu probieren.

 

Aber bislang war meine Suche für Vectorworks überraschenderweise völlig vergeblich.

 

Über Mitbewerber kann ich nichts sagen, weil ich mich dort (noch) nicht umgesehen habe.

 

Grüße

Phrodus

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