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Klärungsbedarf - Projektreferenzpunkt


Matteo

Frage

Geschrieben

Koordinatenhygiene ist für uns ein sehr wichtiges Thema  - sprich, dass wir versuchen, dass sich Zeichnungsinhalte generell nicht in Koordinaten mit mehr als 3 Nachkommastellen befinden sollten. (max 5mm).

 

Ich überlege, wie wir da am besten vorgehen könnten.

Vorraussetzungen:

1) eine dwg vom Vermesser bei auch das Koordinatensystem inklusive EPSG-Code bekannt ist

2) bereits eine Entwurfsplanung unsererseits, die klar macht, wo ein wichtiger Punkt in der Architektur liegt, an dem man sich idealerweise orientiert - sprich, der als Vectorworks-Nullpunkt geplant ist.

 

Ziel:

1) in Vectorworks-Koordinaten modellieren und für den Export auf Benutzerkoordinaten umstellen

2) einen Drehwinkel und die Lage des Modells über das Tool "Projektreferenzpunkt" einrichten

 

Frage:

wie gehe ich da am besten vor?

Bisher mache ich es folgendermaßen

 

1) ich importiere die Lageplan-dwg in Vectorworks-Koordinaten (-> großer Koordiantenbereich) und platziere da die wesentlichen Bestandteile, um herauszufinden, wo dieser "Nullpunkt" liegen sollte (z.B. x: 30.000.000, y: 500.000)

 

2) ich setze da ein 2D Punktobjekt, notiere mir die Koordinaten und erstelle in einem neuen leeren Dokument einen Benutzernullpunkt an den Koordinaten x: -30.000.000, y: -500.000 -> an VW x:0 y:0 wäre dann die Benutzerkoordinate x: 30.000.000, y: 500.000

 

3) dort platziere ich den Projektreferenzpunkt und stelle damit auch ggf den Drehwinkel ein 

 

Denke ich da richtig oder würdet ihr das anders machen?

 

@Viktor Nikitenko danke für Deine Mühe, die Du Dir bisher gemacht hast.

Am liebsten würde ich einfach die dwg importieren und erstmal in den großen Koordinaten ablegen, dann einen zentralen Punkt (zum Beispiel aus dem Treppenhaus-Kern) aussuchen und mit dem Projektreferenzpunkt dann dort definieren, dass:

a) dieser Punkt sich auf der Vectorworks-Koordinate x:0, y:0 befinden soll,

b) hier gebe ich dann den entsprechenden EPSG-Code ein

c) via Benutzerkoordinaten und Rotationswinkel soll die Koordinate richtig eingerichtet sein

-> wir können loslegen und modellieren in VW Koordinaten (gerade Zahlen mit max 3 Nachkommastellen)

-> exportiert wird dann bei eingeschalteten Benutzernullpunkt...

 

Ist das so realisierbar?

 

Mir wäre wichtig, dass Du mir nicht erzählst, was technisch machbar ist, sondern wie ich mein Ziel so einfach, stringent und reproduzierbar wie möglich erreiche!

Viell. hat jmd anders da auch Erfahrung @Klaus Holsmölle?

Viele Grüße, Matteo

MacBook Pro 16" - macOS 13 - Ventura - 2,3 GHz 8-Core Intel Core i9, 16GB RAM, AMD Radeon Pro 5500M 8 GB VRAM

Vectorworks 2022 - SP6

Vectorworks 2023 - SP6

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Auch wenn ich nicht zu den direkt angesprochenen Personen gehöre, möchte ich kurz meine Herangehensweise ergänzen.

Ich komme aus der Landschaftsarchitektur und gehe bei solchen Themen in der Regel wie folgt vor:

Ausgangslage

Vom Vermesser liegt eine DWG mit bekanntem Lagebezugssystem / EPSG-Code vor. Die Datei liegt in echten Weltkoordinaten, also mit entsprechend großen X-/Y-Werten – kein BKS-Workaround o. Ä., sondern so, wie es in der Praxis meist geliefert wird.

1. Vermesserdatei vorbereiten

Ich importiere die Vermesser-DWG zunächst in ein leeres Dokument. Der Import bezieht sich dabei auf den Vectorworks-Nullpunkt.

Anschließend zeichne ich an der gewünschten X-/Y-Position einen gut sichtbaren Kreis bzw. Marker – mit einer Ausdehnung größer als alle vorhandenen Objekte. Diesen Punkt wähle ich bewusst möglichst sinnvoll gerundet, zum Beispiel auf volle Kilometer oder 500-m-Schritte. Das macht später auch den Umgang mit Kacheln aus Geoportalen deutlich einfacher.

Danach nutze ich:

Extras > Nullpunkte > Zeichnung auf Nullpunkt zentrieren

In der Benutzernullpunktverwaltung benenne ich den entsprechenden Benutzernullpunkt direkt mit dem EPSG-Code. Nicht, weil Vectorworks das zwingend braucht, sondern als zusätzliche Absicherung, falls später jemand etwas verstellt oder nachvollziehen muss.

Den blauen Vectorworks-Nullpunkt beschrifte ich anschließend eindeutig als Hilfskoordinate / Projektbezugspunkt.

Der Grund ist pragmatisch: Projektdatei und Vermesserdatei sollen einen deckungsgleichen, eindeutig beschrifteten Vectorworks-Nullpunkt haben. Das macht die Kontrolle und Fehlersuche aus meiner Sicht deutlich einfacher.

2. Eigentliche Projektdatei aufbauen

Danach erstelle ich die eigentliche Projektdatei.

In der Landschaftsarchitektur arbeiten wir in der Regel grundsätzlich genordet. Eine Drehung ist dort meist nicht gewünscht, weil sie bei Lageplan-, GIS- und Referenzthemen eher zusätzliche Fehlerquellen erzeugt.

Im Hochbau kann eine gedrehte Arbeitsweise natürlich sinnvoll sein. Dann würde ich den gewünschten Drehwinkel übernehmen – aber bitte bewusst und sauber dokumentiert.

Die Vermesserdatei referenziere ich dann in die Projektdatei, z. B. als Ansichtsbereich auf Konstruktionsebene. Der beschriftete blaue Punkt aus der Vermesserdatei ist dabei der eindeutig verortete Bezugspunkt.

Bei gedrehter Arbeitsweise wird der Referenz-Ansichtsbereich entsprechend gedreht.

Kleine Nebenbemerkung an die Architektur: Muss der Drehwinkel wirklich immer auf sechs Nachkommastellen definiert werden? Reicht nicht häufig eine saubere Rundung auf drei oder sogar zwei Nachkommastellen? Für uns in der Landschaftsarchitektur wird es extrem fehleranfällig, wenn solche Winkel nicht nachvollziehbar gerundet und sauber kommuniziert werden.

3. Benutzernullpunkt und Georeferenzierung

Den Benutzernullpunkt lege ich entsprechend der Weltkoordinaten an und beschrifte ihn in der Nullpunktverwaltung direkt mit dem EPSG-Code.

Wichtig: In der eigentlichen Projektdatei arbeite ich normalerweise nicht dauerhaft mit aktiviertem Benutzernullpunkt. Der Benutzernullpunkt wird dort nur temporär aktiviert, wenn wirklich DWGs mit Weltkoordinaten exportiert werden müssen oder wenn Inhalte per „Einfügen an Originalposition“ lagerichtig über Weltkoordinaten eingefügt werden sollen.

Zusätzlich georeferenziere ich das Dokument und hinterlege dort die kartesischen Koordinaten des Vectorworks-Nullpunkts, also des blauen Punkts. Falls eine Drehung gewünscht ist, wird auch dieser Drehwinkel sauber eingetragen.

Damit lassen sich dann WMS-, GIS- oder Feature-Services direkt in Vectorworks nutzen. Das wird aus meiner Sicht zunehmend wertvoller, gerade wenn man mit Geoportalen, Bestandsdaten und externen Referenzen arbeitet.

Meine grundsätzliche Einschätzung

Ich fände es ideal, wenn alle Fachplaner beim Export den gemeinsam vereinbarten Projektnullpunkt (X/Y = 0 = Modellursprung...) verwenden (Drehung erstmal egal...) würden – und nicht dauerhaft in großen X/Y-Weltkoordinaten weiterarbeiten.

Dieses Arbeiten mit riesigen Koordinaten ist aus meiner Sicht unnötig fehleranfällig. Früher oder später schweben irgendwo Objekte im Orbit, und gerade in Vectorworks – aber nicht nur dort – lädt man sich damit vermeidbare Probleme ein.

Drehung und korrekte Georeferenzierung sollten bei bekannten Bezugspunkten eigentlich in jeder CAD-Software reproduzierbar eingerichtet werden können...

Einschränkung meiner Herangehensweise

Was meine Arbeitsweise bei gedrehter Ausrichtung nicht sauber leisten kann, ist ein klassischer DWG-Export, der gleichzeitig wieder genordet und in Weltkoordinaten liegt, ohne dass man das separat kontrolliert bzw. sauber vorbereitet.

Bei IFC ist das aus meiner Sicht deutlich besser kontrollierbar, weil man dort wesentlich gezielter steuern kann, wie Modelllage, Projektnullpunkt und Georeferenzierung übergeben werden.

  • Like 3
Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb HebHeb:

Dann würde ich den gewünschten Drehwinkel übernehmen – aber bitte bewusst und sauber dokumentiert.

Wie würdest Du diesen Drehwinkel implementieren? Übers Geolokalisieren-Werkzeug? Mir wurde bereits ein paar Mal empfohlen, ab Vectorworks 2026 mit dem Projektreferenzpunkt-Tool zu arbeiten. Da kann man einen Drehwinkel einbauen und fest in der Vectorworks-Datei verankern. Damit verhindert man willkürliches Arbeiten mit dem Planrotations-Tool und hat eine saubere Einstellung für den IFC, dwg-Export. (vorausgesetzt, dass die Empfänger der IFCs, DWGs damit auch umgehen können 😉 )

 

Generell hatte ich mir erhofft, dass der Workflow mit dem Geolokalisieren-Tool vereinfacht werden würde. Mal kucken, was da noch an Statements kommt.

 

Danke auf jdn Fall!!!

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Vectorworks 2022 - SP6

Vectorworks 2023 - SP6

Geschrieben

Beim Erstellen vom Projektreferenzpunkt kann man ja einstellen, dass der Projektreferenzpunkt anhand vom Vectorworks-Nullpunkt ausgerichtet wird.
Also ich platziere und drehe normalerweise erst den Vectorworks-Nullpunkt mit dem Geolokalisieren-Werkzeug und setze dann den Projektreferenzpunkt mit dem Häkchen:
image.png.5c5e221a510fb64b94dc3d604523e73d.png

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Vectorworks Landschaft 2025 immer aktuell
Vectorworks Landschaft 2026 immer aktuell

PC: AMD Ryzen 9 3900X 12-Core Processor 3.79 GHz; AMD Radeon RX 5500 XT; 64GB Ram, Windows 11

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb tohartma:

Also ich platziere und drehe normalerweise erst den Vectorworks-Nullpunkt mit dem Geolokalisieren-Werkzeug und setze dann den Projektreferenzpunkt mit dem Häkchen:

achso, ich dachte, das Projektreferenzpunkt-Tool ist da der Alleskönner, auch ne Option

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Vectorworks 2022 - SP6

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Geschrieben (bearbeitet)

Zum Projektreferenzpunkt kann ich nur eingeschränkt etwas sagen, weil ich ihn in meinem Workflow praktisch nicht nutze. Ich habe dafür eigene Marionette-Objekte, die für unsere Zwecke deutlich mehr Funktionsumfang bieten.

Nach meinem Verständnis ist der Projektreferenzpunkt aber vor allem ein Beschriftungs- bzw. Dokumentationswerkzeug für Lagebezug, Koordinaten und Projektinformationen. Ich würde nicht erwarten, dass er aktiv den Vectorworks-Nullpunkt oder die Benutzernullpunkte so verändert, dass dadurch die eigentliche Projektlage oder Arbeitskoordinatenlogik gesteuert wird. Falls ich da etwas übersehe, gerne korrigieren.
 

Als Hochbau-Architekt würde ich vermutlich so vorgehen:

Ich würde die gewünschte Hauptausrichtung des Gebäudes in der eigentlichen Arbeitsdatei auf 0,00° legen und das Modell dort sauber um den lokalen Vectorworks-Nullpunkt aufbauen - also nicht genordet.

Der notwendige Drehwinkel zur realen Weltlage kann in der Georeferenzierung hinterlegt werden. Damit bleiben GIS-Features, WMS-Dienste usw. trotzdem korrekt eingebunden, weil Vectorworks die Drehung im Hintergrund entsprechend berücksichtigt.
 

Der Bezugspunkt wird dann eindeutig beschriftet – inklusive Weltkoordinate, EPSG-Code und Drehwinkel. Gearbeitet wird aber nicht dauerhaft mit dem Planrotationswerkzeug, weil die gewählte Projektbearbeitungsdrehung bereits sinnvoll auf die Gebäudelogik abgestimmt ist.
 

Bei größeren Lageplänen mit mehreren Häusern oder Baublöcken würde ich es so aufbauen:

Die einzelnen Gebäude-/Hausdateien können jeweils lokal und sinnvoll ausgerichtet bearbeitet werden. In einer übergeordneten, geonordeten Gesamt-Lageplandatei würde ich diese Dateien dann als Ansichtsbereiche auf Konstruktionsebenen zusammenführen. Dort kann der jeweilige Drehwinkel wieder so eingestellt werden, dass alles korrekt genordet liegt.

Aus dieser geonordeten Gesamtdatei heraus wäre dann auch ein DWG-Export in Weltkoordinaten möglich.


 

Es gab dazu kürzlich auch eine Diskussion im US-Forum.
Georeferencing (rotated earth) vs Rotated Model - Architecture - Vectorworks Community Board

Bearbeitet von HebHeb
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Geschrieben (bearbeitet)

ich sehe den Punkt mit Koordinaten in Text Datei kopieren und Winkel rausmessen etwas kritisch. Das lässt sich doch mit dem Geolokalisieren-Werkzeug alles sehr genau einstellen.
Für mich funktioniert der beschriebene Workflow mit Geolokalisieren > Projektreferenzpunkt am besten, aber es führen wie immer mehrere Wege zum Ziel 🙂

Bearbeitet von tohartma
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Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb tohartma:

Punkt mit Koordinaten in Text Datei kopieren

Dieser Arbeitsschritt sollte in Version 2027 entfallen. Die kartesischen Koordinaten sollen beim Platzieren des Objekts in der Zeichnung automatisch aus den Georeferenzierungsdaten übernommen und unmittelbar in die entsprechenden Parameter eingetragen werden.

Das Verhalten des Projektreferenzpunkts zeigt bereits den gewünschten Ansatz: Ist die Datei georeferenziert und geolokalisiert, werden die kartesischen Koordinaten beim erneuten Einfügen des Projektreferenzpunkts automatisch ermittelt und eingetragen. Dieses Verhalten sollte künftig bereits beim ersten Einfügen des Objekts verfügbar sein, sodass keine nachträgliche Übernahme der Koordinaten erforderlich ist.

 

vor 7 Minuten schrieb tohartma:

Winkel rausmessen

Dieser Arbeitsschritt wird in Version 2027 nicht mehr erforderlich sein. Die Funktion „Rotieren“ des Geolokalisierungswerkzeugs wird künftig direkt in den Projektreferenzpunkt integriert, wodurch eine separate Anwendung dieser Methode entfällt.

  • Like 3

Gruß


Viktor Nikitenko

Vectorworks Germany GmbH

https://www.vectorworks.de

Geschrieben

Sali @Viktor Nikitenko

danke für die Mühe, das Video aufzunehmen, der 2D-Workflow ist glaube ich gut verständlich dargestellt. 

Ich glaube, ich importiere die dwg lieber auf Vectorworks-Koordinaten und setze dann den Projektreferenzpunkt. Das sind mir sonst zu viele Umrechnungen dazwischen.

Ansonsten, mega. Jetzt noch 2 Fragen:

1) was stelle ich beim IFC-Export am besten ein? v.a. damit da  Rotationswinkel ankommt? Wo stelle ich da am besten die Baunull-Höhe ein? a) im Vectorworks-Dokument? und b) im ifc-Export?

 

image.thumb.png.5cc68f67f92d555aa60c32bde58da4aa.png

 

2) die zweite "Herausforderung": bei einem Projekt ist das relativ Easy. Wenn ich jetzt aber ZWEI Gebäude habe, die da in ZWEI Dateien sind, wird das etwas herausfordernder ;-).

a) die Vectorworks-technisch sauberste Variante wäre, einen ZENTRALEN Punkt für beide Projekte, zu definieren, das würde aber bedeuten, dass die Koordinaten von Bauteilen dann wieder in einem sehr krummen bereich sind (zwangsläufig)

b) Hybrid wäre, einen ZENTRALEN Punkt für beide Projekte, zu definieren und das Gebäude im Nanometerbereich so zu schieben, dass für jedes Gebäude glatte Koordinaten eingerichtet sind (wen interessiert es schon, wenn das Gebäude um 0,5mm ungenau in den Geokoordinaten sitzt)

c) ein Benutzernullpunkt pro Projekt -> dann wäre aber ineinanderreferenzieren etc. schwierig... -> klingt/tönt für mich, als ob b) die richtige Variante ist.

Wie seht ihr das?

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Vectorworks 2022 - SP6

Vectorworks 2023 - SP6

Geschrieben

@Viktor Nikitenko v.a. die Frage nach der z-Höhe, Baunull ist für mich relevant!!!

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Geschrieben

Ah der Weg über den Projektreferenzpunkt ist natürlich für alle die in dauerhaft gedrehten Plänen arbeiten (Architektur) extrem hilfreich!
Danke für die Erklärung @Viktor Nikitenko ich hab die letzten 2 Jahre unfassbar viel zu dem Thema dazugelernt! u.A durch deine Posts hier!
Das vereinfacht den Zugang zur sauberen Koordination Vectorworks-Nullpunkt/Benutzernullpunkt Verwaltung für all diejenigen die das nicht dauerhaft verwalten und daher alle Details und Zusammenhänge verstehen hoffentlich immens - mal ganz abgesehen ist es offensichtlich unfassbar einfach mit gedrehten Projektdateien und trotzdem korrekter Lagerichtigkeit zu arbeiten (das war vorher kaum bis gar nicht möglich ohne "komplizierte" Umwege)

Einen Weg die ganze Datei "zu drehen" ohne Verwendung vom Projektreferenzpunkt gibt es aber nicht, richtig?
Wäre für mich interessant so bei immer genordeten Projektdateien dwgs trotzdem zuverlässig (nicht via Plandrehung) gedreht, und ggf. mit unterschiedlichen Projektnullpunkten je z.B. Baufeld) zu exportieren.
Wie arbeitet man denn mit dem Tool und mehreren Projektreferenzpunkten korrekt?

  • Like 1
Geschrieben
vor 48 Minuten schrieb HebHeb:

Einen Weg die ganze Datei "zu drehen" ohne Verwendung vom Projektreferenzpunkt gibt es aber nicht, richtig?

klar, übers Geolokalisieren-Werkzeug.

Könnte mir aber vorstellen, dass das Projektreferenzpunkt-Tool alle anderen Werkzeuge mittelfristig in sich aufnimmt und die andren Tools verschwinden werden.

  • Like 1

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Geschrieben (bearbeitet)

@HebHeb danke 😃

@Matteo

"kurzes" Video:

Sollten noch Fragen offen sein, können diese gerne gestellt werden. Ich werde mein Bestes tun, um sie zu beantworten.

Ich kann wirklich nur empfehlen, sich intensiv mit dem Projektreferenzpunkt auseinanderzusetzen.

Bearbeitet von Viktor Nikitenko
  • Like 1

Gruß


Viktor Nikitenko

Vectorworks Germany GmbH

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Geschrieben (bearbeitet)

@Viktor Nikitenko danke für das ausführliche Video, ein bisschen fehlt mir hier noch der Best Practice Anteil zum Thena Baunull-Höhe.

Ich glaube, dass es am Besten ist, wenn man die 0 Höhe des Projekts aufs Erdgeschoss oder wo auch immer die Baunull-Höhe sein setzt (da wo normalerweise Baunull ist)...

Die Anpassung der Z-Höhe würde ich dann aber über den IFC-Export machen.

 

Ich glaube, es macht bei georeferenzierten Projekten übrigens auch Sinn, mindestens in IFC4 zu exportieren. Zumindest habe ich bei IFC4 bessere Erfahrung gemacht, was den georef. Export betrifft.

 

<+>

Eine/die Projekthöhe unter "Datei" -> "Dokument einrichten" kann man eine für das Höhenkoten-Werkzeug relevante Baunull-Höhe einrichten.

Wird diese Höhe auch im IFC-Export berücksichtigt? Ich habe sie bisher nicht "wiederkehren" sehen.

Bearbeitet von Matteo

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Geschrieben

@Matteo

vor 27 Minuten schrieb Matteo:

Best Practice Anteil zum Thena Baunull-Höhe.

Best Practice für Geometrie musst du für dich selbst entscheiden 😉 Entweder die Ebenenbasishöhe (z) der Konstruktionsebene anpassen oder die entsprechende Anpassung beim IFC-Export vornehmen. 

 

vor 34 Minuten schrieb Matteo:

mindestens in IFC4

IFC4 kann mehr Informationen speichern, hier eine kleine Übersicht:

 image.thumb.png.177565d541c27ab1dd408675ea202e86.png

  • Like 3

Gruß


Viktor Nikitenko

Vectorworks Germany GmbH

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Geschrieben (bearbeitet)

Danke!
jetzt gibt es eigentlich nur noch ein Problem ;D
Die Empfänger der Daten und der richtige Umgang damit...

Leider kann 95% der Empfänger unserer DWGs mit dem "georeferenzierten Daten nix anfangen..." das läuft nur über die dwg die ohne BKS und Zeichnungsursprung X/Y=0/0

Auch verstehe ich nicht warum bei so vielen BIM-Projekten ifc-Daten mit den großen Koordinaten genutzt werden... ist es nicht Sinn eines BIM-Nullpunkts einen Punkt zu definieren, der alphanummerisch reproduzierbar ist als Modellursprung 0/0 zu setzen + diesen sogar mit den Geodaten zu versehen... Häufig hat der Punkt dann aber "die echten Großkoordinaten" ... spaßig wenn dann im laufendem Projekt doch die Erkenntnis kommt das es doch nicht so praktikabel in jeder ifc Software flutscht... 🙂

Bearbeitet von HebHeb
Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb HebHeb:

Leider kann 95% der Empfänger unserer DWGs mit dem "georeferenzierten Daten nix anfangen..." das läuft nur über die dwg die ohne BKS und Zeichnungsursprung X/Y=0/0

🤯 würde bedeuten, dass 95% der Empfänger nicht mit standardisierten WKT (Well Known Text: https://epsg.io/25832) umgehen können. Wir verwenden beim DWG Export die GDLA Library, welche zum Beispiel vor kurzem aktualisiert wurde und somit wird diese in die Version 2027 implementiert. Jeder Rover, viele CAD's wie Allplan, Autocad, Archicad gehen damit problemlos um. Hier sollte eventuell der Empfänger genau sagen was nicht passt oder überprüfen die Kompatibilität des Imports. 

vor 31 Minuten schrieb HebHeb:

Auch verstehe ich nicht warum bei so vielen BIM-Projekten ifc-Daten mit den großen Koordinaten genutzt werden... ist es nicht Sinn eines BIM-Nullpunkts einen Punkt zu definieren, der alphanummerisch reproduzierbar ist als Modellursprung 0/0 zu setzen + diesen sogar mit den Geodaten zu versehen... Häufig hat der Punkt dann aber "die echten Großkoordinaten" ... spaßig wenn dann im laufendem Projekt doch die Erkenntnis kommt das es doch nicht so praktikabel in jeder ifc Software flutscht... 🙂

so einfach ist es auch nicht 😅 kommt drauf an, was AIA und BAP fördern. Manchmal wird wirklich nur ein Projektnullpunkt, die Nordrichtung und ein führendes Koordinatensystem nur als Info (ePset) gefordert und manchmal die Räumlichkeit des Projektnullpunkts mit Weltkoordinaten. 

Gruß


Viktor Nikitenko

Vectorworks Germany GmbH

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Geschrieben

ja - ich wollte auch gar nicht das als "so geht's nicht" in dem Raum stellen

DWG:
es liegt sicherlich nicht an der Software auf Empängerseite und deren Funktionsumfang - wie sagt man so schön "Fehler sitzt VOR der Anwendung" 😉
... sicherlich weiß man nicht wie man die Einstellungsdialoge beim Import bedient. Alles was nicht drag'n'drop so funktioniert wie man es erwartet ist "falsch" und wird "korrekt" nachgefordert

IFC:
funktionieren tut beides, aber in der Tat habe ich schon in gewissen IFC-Softwartelösungen (selten) kleine Problemchen gehabt wenn dort die Koordinatenausdehung zu groß ist... (kennen wir als Vectorworks-User ja gut)

  • Like 1
Geschrieben (bearbeitet)
vor 26 Minuten schrieb HebHeb:

ja - ich wollte auch gar nicht das als "so geht's nicht" in dem Raum stellen

habe es auch so nicht interpretiert 😃

 

vor 26 Minuten schrieb HebHeb:

DWG:
es liegt sicherlich nicht an der Software auf Empängerseite und deren Funktionsumfang - wie sagt man so schön "Fehler sitzt VOR der Anwendung" 😉
... sicherlich weiß man nicht wie man die Einstellungsdialoge beim Import bedient. Alles was nicht drag'n'drop so funktioniert wie man es erwartet ist "falsch" und wird "korrekt" nachgefordert

in der Tat 😅

 

vor 26 Minuten schrieb HebHeb:

(kennen wir als Vectorworks-User ja gut)

ja, kante es auch als Allplan-User. Bis Allplan 2014 gab es kein User-Offset für Koordinaten > heißt DWG mit Total Commander öffnen und vor den X und Y Wert Minus (-) eintragen 🙃 

In Vectorworks ist es eigentlich ganz simple, ein BoundingBox von 5x5km um Vectorworks-Nullpunkt und man bekommt keine Probleme.image.thumb.png.e9bd15ba1b2efe8525feb3ac98403daa.png

 

Bearbeitet von Viktor Nikitenko
  • Like 1

Gruß


Viktor Nikitenko

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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Viktor Nikitenko:

ein BoundingBox von 5x5km um Vectorworks-Nullpunkt

da habe ich schon von 5 bis 10 bis 20 bis 40km alles gehört... Den ich verbreite hier immer "10km vom blauen Punkt weg ist Limit"
Wäre mal cool eine absolute Zahl verifiziert zu bekommen.

Manchmal passen unsere größeren Projekte gar nicht in die 5x5km BB
außerdem haben wir die Optionen
image.png.c6fa8ee1a1a2172e3bdcaffd5cbc4a7d.png
immer aktiv
Blauer Punkt bei uns immer = interner Projektnullpunkt; beim Arbeiten = aktiver Benutzernullpunkt - nur für Exporte oder einfügen an orig. Position schalten wir temporär hin und her.
Daher liegt der gerne mal links unten von der Zeichnung sodass die grün/rote Achsen visuell nicht stören... aber den Blick welcher gerade aktiv ist, finde ich wichtig (ich bräuchte es nicht, aber es geht um ein ganzes Team mit verschiedenen Kompetenzen)
Daher liegt manchmal ein Teil der Zeichnung auch paar km weiter als 2,5km entfernt...

Bisher noch nie Probleme damit gehabt.
Denn den einzigen Punkt wo ich Probleme feststellen konnte mit etwas größeren Koordinaten war die Umwandlung von Punktkörpern in echte Volumenkörper (wasserdicht); mit ein paar Vectorscripts die Meshes auf die dritte Nachkommastelle runden runden und Löcher stopfen konnte ich das aber bisher gut umgehen und wortwörtlich "geraderücken.".. da hatte ich erst kürzlich einen AHA-Moment als ich die +5km Entfernung vom blauen Punkt als Ursache für gescheiterte Volumenauswertung ausfindig machen konnte.

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Viktor Nikitenko:

Best Practice für Geometrie musst du für dich selbst entscheiden 😉 Entweder die Ebenenbasishöhe (z) der Konstruktionsebene anpassen oder die entsprechende Anpassung beim IFC-Export vornehmen. 

Naja, den Begriff Ebenenbasishöhe habe ich seit wir Geschosse benutzen aus dem Wortschatz gestrichen.

Generell macht es meiner Meinung nach schon Sinn, die Geschossbasishöhe des, ich nenne es mal "Null-Geschosses"(in der Regel Erdgeschoss), auf 0 zu setzen. 

In den Projekteinstellungen würde ich dann die korrespondierende Meereshöhe eingeben..

 

Und, wenn ich das jetzt richtig von Dir verstanden habe, dann haben die Einstellungen im Bereich "Einstellung IFC Modell" keinen Einfluss auf die Z Höhe des Modells??? Das wäre ja ungünstig. Ich würde gerne auf Z=0 Planen und das mit der Meereshöhe gegenrechnen lassen...

Als kleine Nuss für Dich, versuch mal ne georeferenzierte IFC-Datei zu erstellen, dann auf www.ifclite.com hochzuladen und dann im Google Maps Viewer von ifclite anzuzeigen.

 

Im Idealfall sieht es dann wie auf dem Screenshot aus: (das habe ich aber eher durch pfuschen als durch planvolles Arbeiten zustandebekommen 😉 )

Trotzdem meine Bewunderung an Louis Trümpler für die geile Arbeit der letzten Jahre.

image.png.3135287c68f750567f084638db009cdd.png

Bildschirmfoto 2026-06-18 um 17.44.31.png

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden schrieb HebHeb:

Wäre mal cool eine absolute Zahl verifiziert zu bekommen.

an 5000m sollte man sich richten, sind aber keine harte Grenze. Das Problem entsteht, weil CAD-Systeme meist mit 64-Bit-Gleitkommazahlen arbeiten. Je größer die Koordinatenwerte werden (z. B. Rechtswerte von 2.600.000 m oder UTM-Koordinaten von 600.000 m), desto weniger Genauigkeit bleibt für kleine Abstände im Millimeterbereich übrig.

Das Problem mit Binärdarstellung haben alle CAD. Das Problem liegt an der endlichen Mantissenlänge der IEEE-754-Gleitkommazahlen. Je größer der Zahlenwert, desto gröber wird die kleinste darstellbare Differenz („Maschinengenauigkeit“) an dieser Stelle. Dadurch gehen bei sehr großen Koordinaten feine Millimeter- oder Mikrometerdetails verloren.

Bearbeitet von Viktor Nikitenko
  • Like 1

Gruß


Viktor Nikitenko

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Geschrieben

@Viktor Nikitenko die Frage des Wie ist glaube ich einfach zu beantworten.
Um in Höhenkoten jeweils einfache Werte anzeigen zu können ->

Erdgeschoss OKFF = 0m (Normalfall oder OKFF Eingang EG,....)
In Dokument einrichten würde ich dann einrichten, dass die Projekthöhe die Differenz von der Meereshöhe und der 0-Höhe ist.

 

Das bedeutet, dass ich die Meereshöhe zusätzl beim Export ifc als negativen Wert in mm eingeben muss, richtig? Obwohl ich Meter in den Einheiten-Einstellungen des Dokuments als Maßeinheit eingerichtet habe?

WIESO? 😉 Wieso Millimeter? Und wieso gibts da zwei Felder, in denen ich ne Höhe eingeben kann???

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