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Der große ArchiCAD-Vecorworks-Vergleich


Adrian Radio-an

Frage

Geschrieben

Hallo an alle interessierten Nutzer!

 

Diese (nun und künftig folgende) Zusammenstellung ist entstanden, da ich selbst im Laufe meines Studiums und Arbeitslebens mit verschiedenen CAD-Systemen in Kontakt gekommen bin und dabei erleben konnte, wie unterschiedlich damit gearbeitet wurde — und wie merkwürdig es ist, dass Büros so selten bis nie erwägen, umzusteigen, ganz gleich, wie groß der Unterschied zu einem effizienten CAD-Einsatz ist. Und wenn doch, dann fällt einem natürlich die aggressive "wir-steigen-um"-Website von Graphisoft ein, mit der sie immer mal wieder Werbung für ihr Produkt ArchiCAD machen und die den Eindruck erweckt, es wären kaum noch Büros auf dieser Welt, die nicht ArchiCAD nutzen. Was dahintersteckt, wieviele Büros davon auch wieder zu anderen Programmen zurück- oder weitergewechselt sind, wird nicht mitgeteilt. Ich weiß, dass dies definitiv vorkommt und die Büros auf der Liste bleiben.
Nun zählt dieses Programm im deutschsprachigen auf jeden Fall zu den großen Playern, erfüllt aber meine Erwartungen kaum. Den Erfolg der propagierten "Effizienzsteigerung beim Umstieg auf ArchiCAD" müsste man immer in Beziehung zum vorhergehenden Standard setzen, dies wird auf der Website kaum einmal angedeutet. Umgekehrt, es wurde sogar ein Landschaftsarchitekt angeführt, der berichtete, wie toll alles mit den (ebenfalls ArchiCAD nutzenden) Architekten funktionierte. Das Problem dabei: Der betreffende Landschaftsarchitekt kennt die Funktionen von Vectorworks offensichtlich nicht, er geht auch nicht darauf ein. Vielleicht ist es kein Bericht, sondern eine Werbeaussage. Die Art, wie frei man mit Vectorworks entwerfen kann, würde niemand mit der starren Art von ArchiCAD eintauschen wollen, der sich ein wenig damit auskennt.
Der Erfolg mag viele Ursachen haben, eine ist sicher, dass sie auch als eine der ersten Firmen in den 90ern kostenlose Studentenversionen angeboten haben, damals eine ganz neue Sache. Damit wurden viele geprägt, die heute Büros leiten und die Entscheider sind, was zum Einsatz kommt. Gerne lasse ich gelten, dass AC zum damaligen Zeitpunkt viele überzeugen konnte, mit fehlt dazu das Wissen, da ich bis Anfang der 2000er beide nicht kannte und mir so kein Vergleich möglich ist. Allein am Markt war AC auch damals nicht.
Mitunter treffe ich auch auf fundierte Behauptungen bei Kollegen, die effektiv nur ein Programm kennen (tatsächlich: ging mir auch einmal so) und daher wissen, dass dieses eine das beste ist. Da bewegen wir uns im Feld der Psychologie, nicht aber (eines Versuchs) eines ernsthaften Vergleichs. Genau dies möchte ich anregen, denn nur weil man ein System kennengelernt hat, bedeutet das nicht, dass es kein besseres gibt. Meine Präferenzen sind klar, wenngleich ich vorab bereits kundtun kann, dass ich auch bei VW immer wieder stichhaltige Kritikpunkte finde.
Neben den beiden Protagonisten in dieser Liste habe ich auch Allplan und AutoCAD kennengelernt. Beides ist zeitlich zu weit weg und meiner Meinung nach keinesfalls für Architekten geeignet, egal wie gut darin was auch immer möglich ist (bzw. war). Kurios daran ist, dass Nemetschek mit Allplan (für Bauingenieure) einen deratigen Erfolg hatte, dass die Firma sowohl die Entwickler von Vectorworks (2000), als auch ArchiCAD (2006) aufkaufen konnte und beide unter einem Konzern zusammengehören.
Und ich gebe zu, Freunde haben mir bereits gesagt, dass ich Revit toll fände, wenn ich das richtig kennenlernte. Doch ich müßte erst eine Weile damit arbeiten, um mir eine Meinung zuzutrauen. Dieser Mangel an (noch gründlicherer) Vergleichsmöglichkeit ist mir bewusst und ich lade jeden, der sich damit und mit einem der beiden hier behandelten Programme auskennt, ein, ebenfalls seine Einschätzung dazu abzugeben. Mit der Bitte um Begründung und Nachvollziehbarkeit.   ; )

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iMac 27" 3.6 GHz Intel 8-Core i9

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Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Beginn, allgemein

 

AC: Schon der Programmstart ist holprig: Nach dem Öffnen einer Datei erscheinen regelmäßig Dialogfelder, die das Aktualisieren von referenzierten Dateien oder (bei Teamwork-Projekten) aktualisierten Daten bestätigt haben möchten. Der Benutzer muss regelmäßig verschiedene Dialogboxen abklicken, um eine Datei zu öffnen.

 

Startdialogjetztoderspterempfangen_(AC27).png.01fae112093220db00badde62e18953a.pngAktualisierungbeimDateiffnen2(AC28).png.256d915c23ecdd46cb405cd030f2bc7b.png

 

Nicht beantwortet werden muss die Infobox mit dem Titel "Zeichnung aktualisieren", die wenig hilfreiche Informationen mitteilt (z. B. "Erzeugen (0 von 33)"), allerdings einen "Aktualisierung stoppen"-Button hat. Dieses Infofenster kehrt immer wieder, beim Wechsel von Layouts o. ä., und zeigt immer ähnlich, dass gerade das "Erzeugen (0 von x)" von Zeichnungen bearbeitet wird.

 

VW: Beim Öffnen einer bestehenden Datei startet das Programm direkt im Arbeitsbereich. Alles erforderliche wird geladen, dann ist das Programm bereit.
Der Startbildschirm, der den Einstig ins Programm erleichtern soll, ist nur wenig hilfreich, läßt sich aber einfach deaktivieren.

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Geschrieben

Beginn, Warnungen des Bibliothekenmanagers

 

AC: Ferner bestehen viele "Warnungen" zu Bibliothekselementen, die vor allem beim Wechsel von einer Programmversion zur nächsten verloren gehen können.
(Vielleicht ändert sich das mit den neuen "Lib Packs" ab der Version 29. Für bestehende Projekte wird seitens I-DC von einer Umstrukturierung jedoch abgeraten.)

 

VW: [Problem nicht vorhanden]
Fehlendes Zubehör exisitiert in VW nicht. Wenn ein Element im Projekt vorkommt, ist es ganz automatisch immer Teil des Zubehörs. Auch nach dem Öffnen älterer Dateien mit einer neuen Version ist immer alles vorhanden (AC-Nutzer kennen das anders, die erinnern sich an die dicken schwarzen Knödel an den Stellen, wo zuvor ein Bibliothekselement war…).

 

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Geschrieben

Beginn, Programminstanzen

 

AC: ArchiCAD öffnet je zu bearbeitender Datei eine neue Programminstanz. Beim Öffnen einer weiteren Datei muss man darauf achten, das immer deaktivierte (und meist am anderen Ende des Dialogfensters platzierte) Kästchen "Startet ein neues ArchiCAD" zu aktivieren, da sonst die aktuell geöffnete Datei geschlossen werden soll.
Die Standardeinstellung "ja" wäre sein Jahr(zehnt)en viel sinnvoller, dennoch bleibt dieses Kästchen dauerhaft deaktiviert. Jeder Nutzer ist schon wiederholt in diese "Falle" getappt.

 

VW: Ein Programmfenster kann mehrere Dateien gleichzeitig öffnen, es laufen also nicht mehrere Programmfenster. Einfacher, weniger kompliziert, läuft.

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Geschrieben

Begriffe/Stringenz, allgemein

 

AC: Verwendete Begriffe sind immer wieder unüblich bis hin zu fehlleitend: Das Aktualisieren von Zeichnungen lautet im selben Infokasten Erzeugen, "Exportieren" existiert nicht, sondern wird unter "Sichern als…" angeboten (was nicht nur für Nerds etwas anderes ist). Dort werden übliche Export-Formate wie DWG und DXF angeboten, aber u. a. neben PDF auch viele (Pixel-)Grafikformate wie BMP, GIF, JPG, PNG und TIF ("Ich habe die Datei als TIF gesichert" wäre nach Ansicht von Graphisoft also ein korrekter Satz nach dem Erstellen eines Pixelbildes…).
"Exportieren auf die BIM-Cloud…" wiederum meint nur, dass man ein Projekt dort speichert, nicht exportiert.
Beim Dialog "Suchen und Aktivieren" kann man Text nicht nach "Schriftart" suchen, sondern nur nach "Zeichensatz" (was eben nicht "Schriftart" bedeutet), die Abmessungen einer rechteckigen Öffnung oder Aussparung werden "Bemaßungseinstellungen" genannt…
Wem solch ein Begriffswirrwarr egal ist, den werden viele der Punkte dieser Liste nicht stören. Allerdings gibt es eine zutreffende Vorahnung, dass sich das Programm insgesamt immer wieder nicht stringent benimmt. Manchmal teilt es mit, Dinge zu tun, macht dann aber nur Teile davon oder auch andere oder nichts davon.
Wen solche "Missverständnisse" stören können, der wird von AC hart auf die Probe gestellt.

 

VW: Gewohnte Begriffe werden durchgängig gleichlautend und verständlich genutzt. Persönlich empfinde ich die Projekt Sharing-Bezeichnung "Auschecken" nicht besonders eingängig, "Reservieren" ist besser, auch das wird aber konsistent verwendet. (Wer etwas findet, möge es hier anbringen!)

 

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Geschrieben

Interface/Stringenz, allgemein

 

AC: Auch bei den Dialogfeldern mangelt es AC an Stringenz, so z. B. die Position des Kästchens "Startet ein neues ArchiCAD" im Öffnen-Dialog (s. oben), aber auch zwischen an sich vergleichbaren Dialogfenstern ("T" Einstellungen und "Strg/Cmd+T" Aktivierte Elemente ändern): Bei ersterem steht die Schaltfläche zur Ebenenauswahl ganz unten, bei letzterem ganz oben im Dialogfenster. — Vermutlich haben sie sich evolutionär unabhängig voneinander entwickelt…

 

VW: Das Programm weist auch in seiner grafischen Bedienoberfläche eine weitgehende Stringenz auf.

 

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Geschrieben

Ansprechbarkeit, allgemein

 

AC: Beim Auslösen eines Befehls kann es sein, dass AC noch mit anderen Dingen (im Hintergrund) beschäftigt war, z. B. dem Nachladen oder Aktualisieren von Daten oder allgemein der grafischen Darstellung. Ein Befehl, der während dieser Zeit eingegeben wird, entfällt einfach und wird nicht nachgeholt, sobald AC "bereit" ist. Mitunter erscheint AC "bereit", ist es aber doch noch nicht. Man drückt also wiederholt den gleichen Befehl, um sicherzugehen, dass er auch ausgeführt wird. Dies geschieht regelmäßig, z. B. beim Wechsel von einem Geschoss oder Layout zum anderen.
Bei eingeschaltetem Ton hört man bei "abgelehnten" Befehlen immerhin eine akustische Rückmeldung.

 

VW: Eingegebene Befehle gehen nicht verloren, sondern werden — falls VW an einer Rechenoperation hängt — nach deren Abschluss ausgeführt. Einmaliuges Drücken reicht also aus.

 

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Geschrieben

Bedienung/Mauszeiger, allgemein

 

AC: Der Mauszeiger (Cursor genannt) ist das Markier- und Auswahlwerkzeug, das durch andere  Befehle  bzw. Werkzeuge deaktiviert wird.
Er kann selbst nicht über einen Shortcut angewählt werden, sondern nur durch Klick auf das Pfeilsymbol — oder das Drücken von Escape (mitunter mehrfach).

 

VW: Der Mauszeiger ist das Markier- und Auswahlwerkzeug, läßt sich durch Klick auf das Pfeilsymbol oder mit seinem eigenen Shortcut [x] aufrufen.
Er ist damit gleichwertig (und in der Bedienung einheitlich) integriert.

 

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Geschrieben

Bedienung/Ausführen von Befehlen, allgemein

 

AC: Eingaben müssen immer abgeschlossen werden. Einen Auswahlrahmen zu beginnen, erfordert auch, ihn zu schließen. Auch wenn man mit der Maus in andere Programmbereiche klicken kann (z. B. auf ein anderes Geschoss oder Layout), passiert nichts, da der erste Befehl noch auf eine Eingabe wartet.
Hat man z. B. "D" für "Drehen" gedrückt und möchte doch etwas anderes machen, muss man erst "Esc" drücken, danach einen neuen Befehl. Manche Befehle erfordern auch doppelte "Esc"-Drücken (z. B. Kopie verschieben).
Klickt man mit der Maus hingegen auf ein anderes Werkzeug, kann der aktuelle Befehl doch abgebrochen werden.
Ein (mit der Maus) begonnener Markierungsrahmen wiederum läßt sich nicht durch einen Mausklick auf ein anderes Werkzeug verwerfen.

 

VW: Eingaben, die nicht abgeschlossen wurden, werden von späteren Befehlseingaben übersteuert. Wird ein Auswahlrahmen begonnen, dann aber z. B. auf ein (anderes) Layout geklickt, wird der Auswahlrahmen als "veraltet" angenommen und das betreffende Layout aktiviert.
Hat man z. B. "D" für "Drehen" gedrückt und möchte doch etwas anderes machen, drückt man einfach den anderen Befehl oder klickt ein anderes Werkzeug an.

 

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Geschrieben

Bedienung mit Funktionstasten, allgemein

 

AC: Wesentliches Merkmal der Bedienung in AC ist die unmittelbare Zuweisung von Werkzeugen an die Funktionstasten. So aktiviert, während eigentlich das Markierwerkzeug/Pfeil aktiv ist,  z. B. die Alt-Taste direkt die Pipette, die Strg-Taste den Trimmen-Befehl, beide gemeinsam die Spritze zum Weitergeben aufgenommener Werte. Wenn eine Bemaßung aktiviert ist, fügt die gedrückte Strg-Taste zusätzliche Maßpunkte hinzu bzw. löscht diese.

 

VW: Die Funktionstasten haben keine globale Zuweisung zu konkreten Befehlen oder Werkzeugen, sondern bieten Optionen zum jeweils aktiven Befehl.
Ein Werkzeug wie die Pipette wird als eigener Befehl aufgerufen, mit der ""alt""-Taste wird dann zwischen Aufnehmen und Abgeben umgewechselt.

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Geschrieben

Bedienung mit Funktionstasten, Nachteil

 

AC: Diese globale Zuweisung wesentlicher Tasten erscheint zuerst als besonders einfacher Zugang zu wichtigen Werkzeugen, jedoch schränkt diese "Vereinfachung" auch die Benutzbarkeit durch andere Befehle ein.
Nachvollziehbar wird dies wiederum mit Blick auf die Anfänge des Programms und eine (damals) sehr einleuchtende Methodik, als ohnehin praktisch alle Anpassungen in 2D gemacht worden sein dürften und der Funktionsumfang insgesamt weit geringer war.

 

VW: [Nachteil nicht vorhanden]
Durch die weitergehende Ausarbeitung der Befehle in eigenständige Werkzeuge  mit entsprechend ausformulierten (und effizienten!) Optionen ist eine Konzentration auf die Funktionstasten-Befehle nicht sinnvoll.

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Geschrieben

Bedienung mit Funktionstasten, Dialogfelder

 

AC: Nur wenige Dialogfelder bieten hervorgehobene Buchstaben zur Tastaturnavigation, sondern erwarten einen Mausklick, allenfalls das Durchschalten via Tabulator ist möglich.
Manche Dialogfelder lassen sich wider Erwarten nicht durch Escape oder Return beantworten.
Eine eigene Freigabe-Anfrage im Teamwork-Modus kann man bspw. nicht durch das rote/x-Kästchen im Fenster abbrechen (wie es immer auch gehen sollte), sondern nur durch Klick auf "Abbrechen".

 

VW: In Dialogfeldern ist eine Navigation durch hervorgehobene Buchstaben (wie in Menus üblich) weitestgehend durchgängig implementiert. Leider nicht bis zum Letzten einheitlich, jedoch weitestgehend.
Bei wiederkehrenden Dialogfeldern ist dies eine willkommene niederschwellige Abkürzung.

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Geschrieben

neue Elemente, allgemein

 

AC: Neu erstellte Elemente sind meistens nicht aktiviert. Für eine Anpassung müssen sie erst durch Abbrechen des aktuellen Befehls und dann Anklicken aktiviert werden.
Dies liegt daran, dass AC nur neue Objekte zeichnen kann, wenn kein Objekt aktiv ist.

 

VW: Neu erstellte Elemente sind immer erst aktiviert, bis sie durch das Erstellen eines weiteren deaktiviert werden. So ist immer das letzterstelle Objekt aktiv und — soweit gewünscht — direkt weiter bearbeitbar.

 

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Geschrieben

neue Elemente, Kopien aus der PET-Palette

 

AC: Etwas kurios ist der Fall, wenn man beim Modifizieren über die PET-Palette einen ringsum-Parallelversatz als Kopie (Strg-Taste einmal drücken) erstellt: Dann bleibt das zuvor angeklickte Element aktiv, das neue ist deaktiviert.
Wiederum eigenartig ist, dass andere Befehle durch Strg-Druck keine Kopien erstellen, sondern immer das Original verändern.

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Geschrieben

Shortcuts, allgemein

 

AC: Die voreingestellten Shortcuts beziehen sich vor allem auf grundlegende Befehle, insgesamt erwartet AC wenig Tastatureingaben für die Befehlsauswahl.

 

VW: In der Grundeinstellung liefert VW für deutlich mehr Befehle voreingestellte Shortcuts.

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Geschrieben (bearbeitet)

Salü Adrian Radio-an,

 

falls ich meinen Senf dazu geben darf:
- Es gibt keine kombinierte 2D/3D Ansicht - die 3D Ansicht zeigt nur 3D Objekte an - es können keine 2D Objekte im 3D Platziert werden.
- AC ist in Bezug zum freien 3D Modellieren stark im Rückstand -> NURBS / SUBDIVISION Modelling wird nicht unterstützt
- Was ich interessant finde: während bei VW es schier unmöglich scheint, die Wand im Querschnitt zu verformen (z.B. schräge/geneigte Wand, ist dies in AC einfach möglich. Aber während AC die Wandober- und unterkante nicht verformen frei kann, ist dies wiederum einfach in VW möglich ( sie haben also oft beide dieselben Probleme, aber einfach an anderen Orten).
- Navigationspalette ist bei AC meiner Ansicht nach strukturierter / übersichtlicher.

Bevor du Revit ausprobierst, würde ich dir BricsCAD BIM empfehlen (positioniert sich selber als  Revit Konkurrent). 😉 
Während im Kern VW / AC / RV sehr ähnlich sind (zuerst Bauteile definieren, dann Bauteile zu einem Gebäude verbinden) und nur die einzelnen Werkzeuge sich voneinander unterscheiden, verfolgt BricsCAD BIM einen komplett anderen Ansatz:
Zuerst kommt das Design (Freiform 3D-Modellierung, ähnlich wie in VW mit drücken / ziehen, von 2D zu 3D etc.) und erst wenn du deine Volumen / Entwurf erstellt hast, kannst du in einfacher und automatisierten Form das Gebäude in ein BIM-Modell konvertieren. Es gibt z.B. einen Befehl, der diene Volumen automatisch in Wände / Böden / Dächer unterteilt und klassifiziert. Oder wenn du eine Wand als Solid hast, kannst du mit Drag & Drop einfach einen Schichtaufbau darauf ziehen und die Wand wird entsprechend gesplittet. Oder du kannst in einem Live-Schnitt direkt die Verbindung zwischen z.B. einem Boden und Wandaufbau mit drücken/ziehen die einzelnen Schichten verbinden (ohne je einen Dialog öffnen zu müssen) und anschliessend das Programm diese Schichtverbindung überall platzieren lassen, wo dasselbe Szenario Sinn ergibt (Programm ist auf Machine Learning aufgebaut).

Gruss KroVex
 

 

Bearbeitet von KroVex

CADNODE.ch

Unabhängige CAD-Beratung & Support für Planende: persönlich, zuverlässig und pragmatisch – Workflows, die nicht nur gut klingen, sondern auch funktionieren.

Have you tried to turn it off and on again?
Vectorworks | Architektur | macOS/Windows

Geschrieben

Erscheinung, allgemein

 

AC: Das Bildschirmrendering erscheint meist sehr scharf, mitunter aber werden dünnere und dickere Linien umgekehrt proportional dicker bzw. dünner dargestellt. Dies klärt sich in der Regel mit einem weiteren Zoomen, kehrt jedoch immer wieder.

 

AC28-grafischeErscheinungRenderingqualittbeidnnenLinien1.png.31889985ee8714681adb9e51e8e0739c.png

 

AC28-grafischeErscheinungRenderingqualittbeidnnenLinien2.png.c8b44ea317cf9d5214f727ac72fc7ef1.png

 

AC28-grafischeErscheinungRenderingqualittbeidnnenLinien3.png.1c112eac7ca96c15305be49c90bd894a.png

 

(Beide Linien sind im übrigen gleich dick definiert.)

 

VW: VW bietet seit langem das realistischste WYSIWYG im CAD-Bereich. Das Rendering der Linienstärken ist dabei nur einer der Vorteile.

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Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb KroVex:

falls ich meinen Senf dazu geben darf:

 Immer sehr gern!

 

Zu den komplizierteren Punkten komme ich später.

 

Und über BricsCAD habe ich in einem anderen Thread bereits gelesen, das hört sich in der Tat nach einem spannenden Ansatz an. Realistisch werde ich in näherer Zukunft leider weder dieses noch Revit genauer kennenlernen. Sondern diesen Thread hier ausbauen, dafür habe ich mich nämlich ein wenig vorbereitet.

🙂

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Geschrieben

Erscheinung, Icons

 

AC: Die Schaltflächen und Icons werden seit Jahrzehnten kaum verändert. Schaut man sich einen Mac-Screenshot aus den 80ern an, so erkennt man diese Optik heute noch in den AC-Grafiken.

 

VW: Zuletzt wurden beim Design-Relaunch 2024 alle Icons überarbeitet, woran ich durchaus Kritikpunkte hatte, da mir andere Themen wichtiger erschienen, aber man gewöhnt sich daran. Die neue Erscheinung ist etwas cleaner, zuvor waren die Icons mit einer Kontrastfarbe gezeichnet. Die Erscheinung ist insgesamt kohärenter als bei AC.

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Geschrieben

Stabilität, allgemein

 

AC: AC läuft insgesamt recht stabil, vereinzelte Abstürze sind meist durch die Autowiederherstellung entschärft.

 

VW: VW läuft insgesamt recht stabil, vereinzelte Abstürze sind meist durch die Autowiederherstellung entschärft.

 

Ich würde sagen: hier einmal ein Unentschieden!

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Geschrieben

Stabilität, regelmäßige Windows-Updates

 

AC: Ein mir bekanntes Problem besteht unter Windows bei den in der Regel monatlichen Sicherheitsupdates, die ein Script verändern, wodurch AC nicht mehr startet.
Das Problem ist bekannt, hängt wohl mit einem Druckertreiber (im selben Netzwerk) zusammen, hält aber an.

 

VW: Ein solches, routinemäßiges Problem ist mir bei VW nicht bekannt.

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Stabilität, Bug-Reporter

 

AC: Der Bug-Reporter, der sich nach einem Programmabsturz meldet, läßt sich weder durch das rote [×] rechts oben am Fenster, noch über das Kontextmenu in der linken oberen Ecke ("Schließen" / Alt+F4/Cmd+Q) beenden, sondern nur durch "Absenden".
Der Nutzer erhält also keine Wahl, pro forma läuft diese Routine aber noch als (vorgespielter) Dialog ab.
Besonders kurios ist, dass der Bugreport auch dann abgesendet wird, wenn das Häkchen für das Einverständnis bzgl. der Datenhandhabung nicht gesetzt wurde!
Der einzige Weg, den Report nicht zu senden, ist, den Prozess über das Betriebssystem zu beenden. Natürlich empfinde ich diese Bevormundung als völlig unangemessen, und übergriffig. Außerdem bestehen andere, einfache und ehrliche Wege, um an Feedback von Kunden zu gelangen.

 

VW: Der Bug-Reporter, der sich nach einem Programmabsturz meldet, läßt sich entweder abschicken oder verwerfen, der Nutzer bekommt die (echte) Wahl.
So geht das!

 

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Noch kurz zum Einstieg in diesen Vergleich, möchte ich einige der Punkte in eine zeitlichen Kontext setzen, gerade da ich darauf immer wieder mal wieder zurückkomme:

 

ArchiCAD ist eines der ersten CAD-Systeme und nach eigener Auskunft das einzige, das vom Start weg ein BIM-Konzept zugrundegelegt hat, lange bevor dies so genannt wurde. Die erste Version stammt von 1984.
Vectorworks ist der Nachfahr des Programms MiniCAD, das ab 1985 unter diesem Namen firmierte und 1999 umbenannt wurde.

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Geschrieben

Mitte der 80er Jahre kostete ein CAD-System im Vergleich zu heute unglaublich viel, musste mit kleinen, um nicht zu sagen winzigen Bildschirmgrößen mit lächerlich wenigen Pixeln auskommen.

ArchiCAD ist von den hier verglichenen Programmen dasjenige, das in einigen Dingen heute noch an diese Rahmenbedingungen aus seiner Entstehungszeit erinnert.
Die PET-Palette und das Stiftset sind dabei recht offensichtlich, allerdings ist die Funktionsweise des Programms und damit die Arbeitsweise des Benutzers nie hinterfragt worden, egal wie groß die Bildschirme mittlerweile sind.

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Geschrieben

Auffällig wird dies heute dadurch, dass die in ArchiCAD verfügbaren Werkzeuge im Vergleich zu Vectorworks überschaubar wenige sind. Dies mag vielen gefallen, weil es weniger kompliziert erscheint, das Gegenteil ist der Fall. Mangels gut ausgebauter Werkzeuge braucht man in ArchiCAD für viele Bearbeitungen weit mehr Arbeitsschritte, die Kontrolle ist dabei auch nicht immer so gegeben, wie das möglich ist.

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Geschrieben

Die meisten der 2D-Bearbeitungen, die auch im Alltag heute noch viel gebraucht werden, da sie sich auch auf BIM-Elemente beziehen, werden nicht über einen dezidierten Befehl angewählt (Ausnahmen: Kopieren, Drehen, Spiegeln), sondern erscheinen als Option im Kontextmenu oder der sog. PET-Palette. Diese bietet immer eine Auswahl zum Objekt und geklickten Element (Endpunkt, Kante, in der Fläche) passender Bearbeitungsmöglichkeiten an. Das klingt wieder gut — und Mitte der 80er, sogar bei VGA-Auflösungen auf 17"-Monitoren in den 90ern war es das vermutlich auch. Bloß bleibt die Einschränkung gültig, dass AC bis heute diese rudimentären Werkzeuge anbietet, als wäre der damalige Entwurf für bald ein halbes Jahrhundert (!) das beste.

 

Beispiele für solche kontextbasierten Bearbeitungen sind z. B. bei Schraffuren an einer Kante: das Einfügen eines zus. Polyonpunktes; Verwölben einer Kante mittels Kreisbogen / bzw. mittels Bezier-Tangente/ paralleles Versetzen einer Kanten / bzw. aller Kanten / neu in AC 28 flächentreues Strecken eines Rechtecks; das Addieren / bzw. Subtrahieren von Flächen // außerdem wieder das Verschieben / Drehen / Spiegeln / Multiplizieren.
Beim Klick auf eine Ecke bietet AC das Verrunden oder Abfasen von Ecken.
Der Vergleich damit, was aber möglich ist, wenn man aus der kontextbasierten PET-Palette dezidierte Befehle entwickelt, zeigt sich bei allen der Befehle, die in VW verfügbar sind. Im Alltag bedeutet dies jeweils eine gezielt, nicht zufällig effizientere Bearbeitung.

 

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