VOswald Geschrieben 18. Juni 2025 Geschrieben 18. Juni 2025 Hallo, wir arbeiten aktuell mit Vectorworks interiorcad 2019, liebäugeln mit einem Umstieg auf die aktuelle Version und analysieren vor diesem Hintergrund auch unsere Hardware. Dabei ist mir aufgefallen, dass unsere teuren Workstation GPUs (RTX A4000 Laptop GPU, 8 GB VRAM) so gut wie gar nicht gefordert werden. Einzig bei OpenGL Darstellungen rechnet die GPU und beschleunigt die Arbeit. Alles andere wird scheinbar auf der CPU (Core i9-11950H) berechnet. Auch wird beim rendern von Ansichtsbereichen der Arbeitsspeicher (32 GB, 3200 MHz) und nicht der VRAM belastet. Somit ist meine Frage ob sich bei einer Neuanschaffung der Hardware das Augenmerk vielmehr auf einer schnell taktenden CPU als auf einer Leistungsfähigen GPU liegen sollte. Welche Hardware wäre für den High End Bereich auf mobilen Workstations mit Blick auf Zukunftssicherheit anzuraten. Meine bisherige Wahl wäre: CPU: Intel Core i9-14900HX RAM: 64 GB, DDR5-5600 MHz GPU: RTX 3500 Ada Generation (hier bin ich mir unsicher ob sich diese Investition lohnt), 12 GB VRAM Vielen Dank für eure Unterstützung. VOswald 1
Marcel Ostendorf Geschrieben 18. Juni 2025 Geschrieben 18. Juni 2025 Hallo! Mit dem Umstieg auf interiorcad 2025 (klare Empfehlung – wenn ihr ohnehin schon mit dem Gedanken spielt!) ergeben sich eine ganze Reihe spürbarer Verbesserungen. Natürlich braucht es dafür auch die passende Hardware. Für die tägliche Arbeit auf der Konstruktionsebene – also Konstruieren, Zeichnen, Modellieren – ist vor allem eine hohe Single-Core-Leistung der CPU entscheidend. Für eine flüssige Darstellung komplexer 3D-Modelle – insbesondere im Volumenmodell (vormals OpenGL; heute DirectX 11) – ist eine leistungsfähige GPU wichtig. Je komplexer das Modell, desto mehr lohnt sich eine gute Grafikkarte. Dazu braucht ihr natürlich auch ausreichend RAM – insbesondere bei großen Projekten. Beim Umgang mit Punktwolken kann es sogar sinnvoll sein, 96 oder 128 GB RAM einzuplanen. Beim Rendern (z. B. von Ansichtsbereichen mit Renderworks) wird in erster Linie die CPU genutzt – dabei werden alle verfügbaren Kerne angesprochen. Hier profitiert ihr also gleichermaßen von vielen Kernen und hoher Taktrate. Eure Hardware-Auswahl klingt bereits sehr stimmig. Mit der Kombination aus aktuellem i9, schnellem DDR-5-RAM und einer aktuellen RTX-GPU (spricht etwas gegen die RTX 4-Reihe?) sollte es auf jeden Fall möglich sein, mit der neuen Version zu arbeiten. Ein wichtiger Hinweis noch zur täglichen Arbeit: Achtet darauf, eure Zeichnungen sinnvoll zu strukturieren. Über die Ebenen- und Klassenstruktur lassen sich Inhalte gezielt ein- und ausblenden. Oder anders ausgedrückt: wenn immer alles eingeblendet, obwohl es gerade gar nicht benötigt wird, werden unnötig Rechenressourcen verschwendet. Grüße, Marcel Ostendorf extragroup GmbH
kingchaos Geschrieben 19. Juni 2025 Geschrieben 19. Juni 2025 Moin, ich hab das hier. mit RTX A4000, die Maschine ist eine absolute Granate, fuer alle anderen Programme. Aber vermutlich sind USer mit einem normal guten MACbook mit ihrer Arbeit schneller fertig als ich. Es haengt immer davon ab, was ihr baut (viele Symbole mit Bearbeitungen, Boxobjekte). Auch die Zugriffsberechtigungen Der Rechner (Administratorrechte oder nicht fuers schreiben von temporaeren Dateien) scheinen einen groesseren Einfluss auf die Performance zu haben als andere Dinge. Das ist nicht zufriedenstellend. Die 25 ist definitiv sehr stabil, das gebe ich zu. Sie hat aber auch sehr hohe Anforderungen an WindowsPCs und die Konfiguration. Dann haengt es auch davon ab ob ihr mit AGO arbeitet und ob dieser lokal bei jedem gesynct liegt oder auf dem server. Den Irrglauben mit dem schnellstmoeglichen Rechner im VWX fluessig gut arbeiten zu koennen, habe ich begraben. gruß von einem gebeutelten Highendmaschinenbenutzer. PS: Die Wartezeit auf VWX, Korpen umbennen, reparaieren von 3D Bauteilen und Korpen, ist m.E. nicht konkurrenzfaehig mit anderen Programmen. PPS: Hat es eigentlich einen Einfluss auf die generelle Performance, wenn ich die Datenbanken immer angeschaltet lasse? Das hier meine ich. HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025
Marcel Ostendorf Geschrieben 23. Juni 2025 Geschrieben 23. Juni 2025 Hallo @kingchaos, danke für deinen Beitrag! Ein paar wichtige Dinge würde ich gern gerade rücken: Dass Vectorworks (bzw. interiorcad) nicht allein durch High-End-Hardware schneller wird, ist richtig – aber die Schlussfolgerung, man sei mit einem „normalen MacBook“ (wobei es so etwas wie ein normales MacBook eigentlich nicht gibt – vermutlich meinst du ein MacBook Air?) grundsätzlich schneller, greift deutlich zu kurz. Die Performance hängt stark von der Projektstruktur (s. meinen Hinweis oben zur Nutzung von Klassen / Ebenen), der Nutzung von Symbolen sowie der CPU-Single-Core-Leistung und anderen Faktoren ab. Auch ein noch so schneller Rechner kann ausgebremst werden, wenn zu viele Elemente gleichzeitig sichtbar sind oder unstrukturiert gearbeitet wird. Grundsätzlich raten wir auch im Mac-Bereich zu einem MacBook Pro. Zur Sache mit dem AGO: Der hat während des Zeichnens keinen Einfluss auf die Performance – da findet kein permanenter Zugriff statt. Nur beim Verwenden / Laden von Programm-Ressourcen, die sich im AGO befinden, kommt es überhaupt zu AGO-Zugriffen. Allerdings ist es sinnvoll, dass die Zeichnung, in der gearbeitet wird, sich lokal auf der Festplatte und nicht auf einem Server befindet. Dein Hinweis zu Zugriffsrechten ist zum Teil berechtigt – Schreibrechte auf temporäre Verzeichnisse, Virenscanner, Netzlaufwerke etc. können sehr wohl einen Einfluss haben. Wobei Vectorworks oder interiorcad grundsätzlich keine Administratorrechte benötigen, um korrekt zu funktionieren. Zu deiner Frage bezüglich der Datenbanken bzw. Objekt-Details mach' bitte einen eigenen Thread auf. Grüße, Marcel Ostendorf extragroup GmbH
Hirnholz Geschrieben 23. Juni 2025 Geschrieben 23. Juni 2025 Bei mir kommt der Arbeitsspeicher mit seinen 64 GB oft an seine Grenzen. Die oben aufgeführten 96 GB oder gar 128 GB RAM sind durchaus sinnvoll. Viele grüße Hirnholz 1
kingchaos Geschrieben 23. Juni 2025 Geschrieben 23. Juni 2025 128 kann man bei HP workstations nur leider nicht konfigurieren. Diese sind aber mit sehr gut zusammenarbeitenden Komponenten ausgeruestet. Wenn ich mehr als 10 s bei einem Click (Korpus schliessen, Bauteil umbennen, Korpus umbenennen, Position zuordnen, verschieben) warten muss, ist das einfach nicht gut (ich persoenlich werde schon nach 1-2 s unruhig, weil es ja nicht sein kann, dass ich eine Arbeitsauslastung von nur 20 % habe, weil ich auf den PC warten muss.) HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025
Marcel Ostendorf Geschrieben 23. Juni 2025 Geschrieben 23. Juni 2025 vor 4 Stunden schrieb kingchaos: 128 kann man bei HP workstations nur leider nicht konfigurieren. Diese sind aber mit sehr gut zusammenarbeitenden Komponenten ausgeruestet. Es gibt jedoch Alternativen anderer Hersteller bei denen bis zu 128 GB oder mehr möglich sind – natürlich ebenfalls mit aufeinander abgestimmten Komponenten. vor 4 Stunden schrieb kingchaos: Wenn ich mehr als 10 s bei einem Click (Korpus schliessen, Bauteil umbennen, Korpus umbenennen, Position zuordnen, verschieben) warten muss, ist das einfach nicht gut (ich persoenlich werde schon nach 1-2 s unruhig, weil es ja nicht sein kann, dass ich eine Arbeitsauslastung von nur 20 % habe, weil ich auf den PC warten muss.) Es geht hier in diesem Thread primär um die allgemeinen Systemvoraussetzungen, nicht um konkrete Performance-Probleme im Einzelfall. Damit das Thema für andere Leser übersichtlich bleibt, würde ich vorschlagen, für deine Frage zu den langen Reaktionszeiten (inkl. Infos zu deiner Konfiguration und verwendeter Software) ein Support-Ticket zu eröffnen oder einen separaten Thread zu öffnen. Grüße, Marcel Ostendorf extragroup GmbH
VOswald Geschrieben 23. Juni 2025 Autor Geschrieben 23. Juni 2025 Vielen Dank für das hilfreiche Feedback. Zitat Eure Hardware-Auswahl klingt bereits sehr stimmig. Mit der Kombination aus aktuellem i9, schnellem DDR-5-RAM und einer aktuellen RTX-GPU (spricht etwas gegen die RTX 4-Reihe?) sollte es auf jeden Fall möglich sein, mit der neuen Version zu arbeiten. Mit RTX 4-Reihe meinst du die Gaming GPUs von Nvidia? Also keine Workstation GPU. Mit denen ließe sich sicherlich noch der ein oder andere Euro sparen. Nur kommt hier dann die Schwierigkeit hinzu einen zuverlässigen Hersteller zu finden der mich solch einen Laptop ohne unnötiges RGB Geblinke konfigurieren lässt Hat jemand hier schon mal Erfahrung mit Schenker Laptops gemacht?
Marcel Ostendorf Geschrieben 23. Juni 2025 Geschrieben 23. Juni 2025 Ja, RTX-Gaming-Karten bieten in diesem Fall das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis. In der Regel bekommst du hier mehr CUDA-Kerne, höhere Taktraten und oft sogar mehr VRAM bei gleichem oder niedrigerem Preis im Vergleich zu einer Workstation-GPU. Einen funktionalen Vorteil bieten RTX-A- bzw. Workstation-GPUs im Zusammenspiel mit Vectorworks nicht. Vectorworks nutzt keine Features wie ECC-RAM, zertifizierte Treiber oder andere Spezialfunktionen. Grüße, Marcel Ostendorf extragroup GmbH
kingchaos Geschrieben 25. Juni 2025 Geschrieben 25. Juni 2025 RTX A 4000 ist prima 1 HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025
kingchaos Geschrieben 4. Juli 2025 Geschrieben 4. Juli 2025 was ist eigentlich dran an "AMD ist bei CPU momentan generell besser aufgestellt als Intel"? HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025
VOswald Geschrieben 4. Juli 2025 Autor Geschrieben 4. Juli 2025 Im Gaming Bereich mag das gelten... aber ob das auch für professionelle Anwendungen gilt weiß ich nicht, Interessant zu wissen wäre jedoch ob der x3d-Cache der aktuellen AMD CPUs einen Vorteil bietet.
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