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Umbau im Bestand - wie macht man das mit Wänden am besten?


Phrodus

Frage

Geschrieben

Hallo,

 

angenommen ich plane den Umbau eines Bestandsgebäudes mit Modernisierung. Wie macht ihr das mit Wänden und der Aufteilung von Klassen und Ebenen?

 

Beispiel Außenwand:

Die Außenwand besteht im Bestand von außen nach innen aus: Putz --- Mauerwerk --- Innenputz

Im Zuge der Modernisierung soll der Innenputz entfernt und dann neu aufgebracht werden.

Außen soll eine Dämmung drauf, die verputzt wird.

 

Frage:

Wie würdet ihr das Gebäudemodell bauen, um Bestand, Abbruch und Neu bspw. in Schwarz, Gelb, Rot Grafik darstellen zu können,

und um die Mengen korrekt ermitteln zu können? Wie sähen die verwendeten Wandaufbauten aus und würdet ihr mit Klassen, Ebenen oder Datenvisualisierung arbeiten, um zwischen Bestand, Abbruch und Neu zu unterscheiden?

 

Danke für Hinweise

Phrodus

Vectorworks 2025, Spotlight auf macOS

10 Antworten auf diese Frage

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Phrodus

 

Dieses Webinar fasst aus meiner Sicht die wichtigsten Punkte gut zusammen:

https://university.vectorworks.net/mod/overview/view.php?id=7356

 

Gruss, Marc

  • Like 2

Leiter BIM Consulting

Vectorworks Switzerland

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Weltweit verwirklichen über eine halbe Million Architekten und Designer grossartige Projekte mit Vectorworks!

Geschrieben

Salü Phrodus,

 

ich würde eine Kombination aus Datenvisualisierung und Abbruch-Klassen empfehlen.

Es gibt von CW ein Webinar, welches kürzlich erschienen ist und eine Methode mit der Datenvisualisierung zeigt.

Leider wurde gekonnt der Fakt weggelassen, dass du mit der Datenvisu nur Attribute übersteuern, nicht aber Elemente komplett ausblenden kannst. Heisst wenn du DWG's oder IFC's ohne Abbruch ausgeben möchtest, funktioniert dies rein mit der Datenvisu nicht -> die Elemente bei welchen in VW die Attribute einfach auf "leer" geschaltet sind, kommen trotzdem mit beim Export, im DWG sogar teilweise einfach auf schwarz. 

Deshalb würde ich den Bestand und die neuen Elemente mit der Datenvisu übersteuern, aber für den Abbruch, Abbruch-Klassen verwenden. 

Zumindest bis hier...image.png.6147437bef43f6381604117b24672882.png
... nicht auch noch "in sichtbaren Datenvisualisierungen" steht.

Gruss KroVex

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CADNODE.ch

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Have you tried to turn it off and on again?
Vectorworks | Architektur | macOS/Windows

Geschrieben

Habe mir das Seminar auch zu Gemüte geführt. War erst voll skeptisch, weil auch überfordert mit den Datenbanken, dann mich damit auseinandergesetzt und dann voll begeistert. Bis die Architektin wünsche hatten, die sich damit dann doch nicht realisieren liessen... so in der Art "so wie vorher, aber anders..."

 

Ich bin dann wieder zurück auf meine Klassen und verwende die Originalklassen, hänge dann jeweils bei den (Wand-/Boden- usw.) Stilen NEU oder ABB ran und steure alles darüber. Meines Erachten einzig nicht gut daran ist, dass Wände und Böden in der einfachen Darstellung (für Baueingabe) nur entweder oder sein können (rot/schwarz/gelb). Darstellung mittel und hoch geht wenn z.B. auf die bestehende Mauer eine neue Dämmung kommt. Für die Baueingabe behelfe ich mir mit einer Ebene "2D Anpassungen".

 

 

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VW #2026/CH - Architektur auf:

MacBook Pro  - Mac OS Tahoe 26.2 / Apple M3 Max‑chip mit 16-Kernen CPU, 40-Kernen GPU, 16-Kernen Neural Engine / 128 GB RAM

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb KroVex:

Deshalb würde ich den Bestand und die neuen Elemente mit der Datenvisu übersteuern, aber für den Abbruch, Abbruch-Klassen verwenden

Danke für die Erläuterung und den Zusatztipp mit den Klassen für Abbruch.

 

Ich hätte eine prinzipielle Frage zu dem Datenvisu Konzept, insbesondere zum Thema Unterobjekte/ Wandschalen:

 

Ich dupliziere den Stil der vorhandenen Wand,

ändere im neuen Stil alles so, wie es später sein soll,

und ersetze die betroffenen Wände durch den neuen Wandstil.

 

Fragen:

 

1)

Wenn ich außen eine dünne Dämmung abbreche und dann an gleicher Stelle eine neue dicke Dämmung einbaue - wie würde ich das machen? Würde ich dann einen Stil erstellen, der den Zwischenzustand 'Bestand mit Abbruch ohne Neu' darstellt, und diesen in eine Klasse Abbruch legen? Oder würde ich einen Wandstil erzeugen, der nur die abzubrechende alte Dämmung als Schicht beinhaltet und diese Wand als Duplikat in die Klasse Abbruch legen?

 

2)

Verstehe ich es richtig, dass es mit dem Datenvisu Konzept schwierig ist, eine Darstellung zu erzeugen, die den Ausgangszustand darstellt?

 

Danke für weitere Tipps im Voraus

Phrodus

Vectorworks 2025, Spotlight auf macOS

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Jaco:

Ich bin dann wieder zurück auf meine Klassen und verwende die Originalklassen, hänge dann jeweils bei den (Wand-/Boden- usw.) Stilen NEU oder ABB ran und steure alles darüber. Meines Erachten einzig nicht gut daran ist, dass Wände und Böden in der einfachen Darstellung (für Baueingabe) nur entweder oder sein können (rot/schwarz/gelb). Darstellung mittel und hoch geht wenn z.B. auf die bestehende Mauer eine neue Dämmung kommt. Für die Baueingabe behelfe ich mir mit einer Ebene "2D Anpassungen".

Danka Jaco, das klingt auch sehr interessant, aber ich bin nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe:

 

1)

Meinst du mit 'in der einfachen Darstellung nur entweder oder', dass man Schichten nicht unterschiedlich darstellen kann?

 

2)

Wie machst du das prinzipiell mit den Klassen Bestand und Abbruch:

Lässt du den Bestand unverändert und legst Duplikate drüber, die auf der Klasse Abbruch liegen?

oder

Schneidest du bspw. aus einer Bestandswand ein Stückchen raus und legst das ausgeschnittene Stückchen auf die Klasse Abbruch?

 

Danke im Voraus

Phrodus

Vectorworks 2025, Spotlight auf macOS

Geschrieben

Hallo Phrodus

 

Aus meiner Sicht machen viele Planer den "Fehler", dass zu stark den Bestand vor dem Abbruch im Fokus haben. Ich empfehle, dass man sich ganz klar auf den Endzustand fokussiert.

 

vor 53 Minuten schrieb Phrodus:

Oder würde ich einen Wandstil erzeugen, der nur die abzubrechende alte Dämmung als Schicht beinhaltet und diese Wand als Duplikat in die Klasse Abbruch legen?

Wäre meine bevorzugte Lösung für die aktuell Version. Die abbzubrechenden Elemente auf eine Abbruch Klasse oder Abbruch Ebene legen, damit die Objekte einfach ausgeblendet werden können. Ich selber empfehle die Ebene, weil ich dann die gleichen Klassen nutzen kann.

 

vor 57 Minuten schrieb Phrodus:

Verstehe ich es richtig, dass es mit dem Datenvisu Konzept schwierig ist, eine Darstellung zu erzeugen, die den Ausgangszustand darstellt?

Mit Vectorworks 2024 eher schwierig bzw. die Objekte kann man leer stellen, aber sie sind immer noch da. Mit der eigenen Ebene ist dieses Thema "gelöst".

Und auf der Roadmap von Vectorworks ist seit diesem Frühling folgender Punkt drauf: Object Visibility (Controlling object visibility beyond Class and Layer). Mal schauen, welche weiteren Möglichkeiten damit geschaffen werden.

 

Gruss, Marc

 

Leiter BIM Consulting

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Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Phrodus:

1)

Meinst du mit 'in der einfachen Darstellung nur entweder oder', dass man Schichten nicht unterschiedlich darstellen kann?

 

Ja genau, in den Einstellungen gibt es nur "Wandattribute einstellen" für die ganze Wand. 

vor 1 Stunde schrieb Phrodus:

2)

Wie machst du das prinzipiell mit den Klassen Bestand und Abbruch:

Lässt du den Bestand unverändert und legst Duplikate drüber, die auf der Klasse Abbruch liegen?

oder

Schneidest du bspw. aus einer Bestandswand ein Stückchen raus und legst das ausgeschnittene Stückchen auf die Klasse Abbruch?

Variante 2. Mit dem Messer zerschneiden wie es gewünscht wird und dann den auszutauschenden Teil mit dem Abbruchelement ersetzen mit.

Bei meinen Aufträgen ist das Spezielle, dass ich schon in der ersten Ideenphase nach dem Motto: "mach mal" und dann noch "eine Variante so" ...und dann "so wie die Erste, aber dort dann wie in der Zweiten, aber ohne..." dabei bin.

Deshalb scheint für mich sehr wichtig, den Bestand im Focus zu halten, weil immer wieder auch später plötzlich (z.B. aus Budgetgründen gestrichen) darauf zurückgegriffen wird. Ich möchte nicht zu sehr auf die Grundlagen-Version bevor Projektbeginn verlassen, da ich oft erlebe, dass beim Umbau sich herausstellt, dass die alten Pläne nicht stimmen und es leicht vergessen geht, es im "alten" Dokument auch zu ändern.

VW #2026/CH - Architektur auf:

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Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb Marc Wittwer:

Aus meiner Sicht machen viele Planer den "Fehler", dass zu stark den Bestand vor dem Abbruch im Fokus haben. Ich empfehle, dass man sich ganz klar auf den Endzustand fokussiert.

 

vor 10 Stunden schrieb Jaco:

Deshalb scheint für mich sehr wichtig, den Bestand im Focus zu halten, weil immer wieder auch später plötzlich (z.B. aus Budgetgründen gestrichen) darauf zurückgegriffen wird. Ich möchte nicht zu sehr auf die Grundlagen-Version bevor Projektbeginn verlassen, da ich oft erlebe, dass beim Umbau sich herausstellt, dass die alten Pläne nicht stimmen und es leicht vergessen geht, es im "alten" Dokument auch zu ändern.

 

Hallo Leute,

ich stimme euch beiden absolut zu.

 

Ich finde es daher mit den aktuellen Möglichkeiten am sinnvollsten, zwei Dateien anzulegen, wenn man sowohl den Bestand im Auge behalten will, als auch häufig Änderungen im Abriss-Neubau-Stadium vornimmt.

1. Ist eine saubere Bestandszeichnung ohnehin sinnvoll, welche, wie ich finde, abgelegt, nicht mehr angefasst, und als Referenz verwendet werden sollte.

2. Kann man sich  in einer ersten Arbeitsdatei voll auf die Unterscheidungen von Bestand, Abriss und Neubau konzentrieren und dabei viel Wert auf Wandstile, Unterscheidung durch Klassen und auch Datenvisualisierung legen.

3. Wenn keine groben Änderungen mehr zu erwarten sind, arbeite ich in einer zweiten Arbeitsdatei weiter, in der ich den ehemaligen Bestand bzw. Abbruch ignoriere und von vorn herein der sog. "Endzustand" herrscht. Hier kann man dann in den Innenausbau oder andere Details gehen.

 

So 100%ig gefällt mir diese Arbeitsweise auch nicht, aber für ein Sanierungsvorhaben mit anschließendem Innenausbau bis in Detail, kann ich das auf diese Weise am saubersten darstellen und trennen.

 

Grüße, Lukas.

  • Like 1

Vectorworks: interiorcad 2024 Update5-F5.1 (64-Bit)

Betriebssystem: Microsoft Windows 10 Pro Version 21H2

Rechner: MacBook Pro (16 Zoll, 2019); Intel® Core(TM) i9-9980HK CPU @ 2.40GHz; 32 GB installierter RAM; AMD Radeon Pro 5600M 8 GB mit HBM2 Grafik­speicher

 

Bitte keine Kommentare zu Windows auf Mac. ; )

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb Jaco:

Ich möchte nicht zu sehr auf die Grundlagen-Version bevor Projektbeginn verlassen, da ich oft erlebe, dass beim Umbau sich herausstellt, dass die alten Pläne nicht stimmen und es leicht vergessen geht, es im "alten" Dokument auch zu ändern.

Danke auch an Pfandglas für die Erläuterungen. Ich würde mich aber eher Jaco anschließen.

Wenn man eine zweite Datei mit dem Bestand aufhebt, hat das den Nachteil, dass man weitere Erkenntnisse zum Bestand, die man im Planungsverlauf gewinnt, in zwei Dateien einpflegen muss.

  • Like 1

Vectorworks 2025, Spotlight auf macOS

Geschrieben

 

Am 12.8.2024 um 10:11 schrieb Pfandglas:

Ich finde es daher mit den aktuellen Möglichkeiten am sinnvollsten, zwei Dateien anzulegen, wenn man sowohl den Bestand im Auge behalten will, als auch häufig Änderungen im Abriss-Neubau-Stadium vornimmt.

1. Ist eine saubere Bestandszeichnung ohnehin sinnvoll, welche, wie ich finde, abgelegt, nicht mehr angefasst, und als Referenz verwendet werden sollte.

2. Kann man sich  in einer ersten Arbeitsdatei voll auf die Unterscheidungen von Bestand, Abriss und Neubau konzentrieren und dabei viel Wert auf Wandstile, Unterscheidung durch Klassen und auch Datenvisualisierung legen.

 

Hallo @Pfandglas

du nimmst den Bestand als referenzierte Datei mit in den Umbauplan? Gilt es dabei etwas speziell zu beachten, kannst du dazu Tipps teilen?

Danke und beste Grüsse, Koha

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