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Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Klaus Waha:

Wie sind deine Erfahrungen mit der Produktkalkulation im Triviso und vor allem der Wiederverwendung der gleichen Kalkulation in verschiedenen Aufträgen ?


Grundsätzlich ist dies eine Frage der Angebotsdarstellung und wie fest du dich bzw. Deine Gewohnheiten verbiegen wirst.
 

Triviso bietet die Kalkulationsposition an. Diese Möglichkeit verwende ich wenn es keinen passenden Prokalk Baustein gibt. 


Zumindest in der Schweiz ist als zusätzliche Lizenz auch  Prokalk erhältlich. Türen, Küchen, Schränke, usw sind so recht einfach kalkuliert. Die Losgrösse wird jedoch nur auf der einzelnen Position berücksichtigt. Solltest du 7 gleiche Türen mit unterschiedlichem Durchgangsmass haben und diese so rechnen, dann bekommst du den Preis 700%. Dies ist eine Limitierung im System, bei dieser Position müsste aufgrund der wegfallenden Rüstzeit tiefer liegen.

Bei dieser Möglichkeit nutze ich dann jeweils auch die veränderten Faktoren für den Materialeinkauf, Produktion oder Verkauf.

Es werden branchenübliche, Durchschnittliche Materialpreise und Arbeitsaufwände als Basis verarbeitet. Da dies nicht deinen Einkaufspreisen entspricht ist klar. Du kannst z.B. den m2 Preis für das Frontmaterial auf dem Projekt global per Faktor steuern. 100 / 12.50CHF * 8.75CHF = Faktor neu.
Generell auf den eigenen Materialstamm wechseln kannst du bei Prokalk nicht. 
es stehen dir jedoch Kopfdefinitionen (Front spa. bes; Front furniert usw.) zur Verfügung. 

 

Wenn ich eine Ausschreibung mit X ähnlichen Positionen habe… dann rechne ich diese mit Voka Easy, ein Datenbankbasiertes online Tool welches die Rüstzeiten berücksichtigt. In Triviso schreibe ich anschliessend lediglich das Positionstotal hinein. Oft gibt es da ein Dokumentimport / Export mit einer SIA 451 Schnittstelle.

Geschrieben

Die Kalkulation unter kostenrechnerischen Gesichtspunkten scheitert einfach jedesmal an ausgerechneten entweder Mond- oder Dumpingpreisen. 

 

Die Kalkulation sollte niemals auf Basis solcher erratisch erzeugten Daten erfolgen. Der Preis ist ALLEINE einfach dadurch definitert, was Dein Kunde bereit ist, fuer die Ware zu bezahlen, auch wenn Betriebswirte das nicht gerne hoeren, hat er nichts mit den sog. Kosten (die sowie so nicht stimmen koennen) zu tun, mit denen ein Kostenrechner ihn ausrechnet.

 

Es zaehlt einfach nur, wo das Projekt seinen Engpass hat, und dort muss das dann kalkuliert werden, wie dieser Projekt-Engpass zum Engpass in deiner Firma passt. Verbraucht das Projekt zB fast gar keine Firmenengpasskapazitaet, kannst du mit rein "total variablen Kosten" rechnen (also der reine Materialpreis + der Zukaufteile), denn definitionsgemaess kosten "Nichtengpasskapazitaeten keinen Euro".

 

Gruß KC

 

PS: wir versuchen immer noch OSD 🙂

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HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025

Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb kingchaos:

Der Preis ist ALLEINE einfach dadurch definitert, was Dein Kunde bereit ist, fuer die Ware zu bezahlen

Genau richtig, deshalb ist kalkulieren Glücksache 🙂

 

Im übrigen liegt der Engpass sehr oft im Verkauf und der Planung selbst. 
Dies führt bei bauseitigen Projektverzögerungen oft zu Engpässen in der Betriebs-Logistik. 
Der Weg führt dann meist über externe Lager bzw. Logistik-Partner.

Geschrieben

ihr habt also fehlende Planungs- und oder VErtriebskapazitaet?

 

Gluecksache wuerde ich nicht sagen, da alle anderen auch so kalkulieren, funktioniert es dennoch 🙂

 

 

HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025

Geschrieben
Am 8.9.2025 um 09:36 schrieb kingchaos:

Die Kalkulation unter kostenrechnerischen Gesichtspunkten scheitert einfach jedesmal an ausgerechneten entweder Mond- oder Dumpingpreisen. 

 

Die Kalkulation sollte niemals auf Basis solcher erratisch erzeugten Daten erfolgen. Der Preis ist ALLEINE einfach dadurch definitert, was Dein Kunde bereit ist, fuer die Ware zu bezahlen, auch wenn Betriebswirte das nicht gerne hoeren, hat er nichts mit den sog. Kosten (die sowie so nicht stimmen koennen) zu tun, mit denen ein Kostenrechner ihn ausrechnet.

 

Es zaehlt einfach nur, wo das Projekt seinen Engpass hat, und dort muss das dann kalkuliert werden, wie dieser Projekt-Engpass zum Engpass in deiner Firma passt. Verbraucht das Projekt zB fast gar keine Firmenengpasskapazitaet, kannst du mit rein "total variablen Kosten" rechnen (also der reine Materialpreis + der Zukaufteile), denn definitionsgemaess kosten "Nichtengpasskapazitaeten keinen Euro".

 

Gruß KC

 

PS: wir versuchen immer noch OSD 

Hey kingkaos, du schreibst das mit dem Engpass Kalkulation ja immer wieder. Um ehrlich zu sein ist mir das nicht klar. ( Auch wenn ich mich hier als hintergestrieiger Pute)

Woher habt ihr das? Gibt's dazu eine Anleitung..... 

Gruß Günther 

 

 

Vectorworks 2026 interiocad mit Architektur 

Windows 11 64 bit

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb kingchaos:

 

ihr habt also fehlende Planungs- und oder VErtriebskapazitaet?

 


Die Auftragslage bzw. das Volumen der einzelnen Aufträge hat einen wesentlichen Einfluss auf die Auslastung im Verkauf und der Planung. Insbesondere da alles an Private und Architekten (abgesehen von Fenstern) angeboten und produziert wird. 
 

Die Produktion hat in den letzten Jahren technologische Fortschritte gemacht, wobei die durchgängige Maschinenanbindung deutlich dazu beigetragen hat. 
Die zukünftige Weiterentwicklung zeigt daher in den Verkauf und die Planung.

Erste KI-Tools laufen bereits im Hintergrund.
 

Geschrieben

schau dir das Buch an, dann wirst du das problem loesen, egal wo es auftritt.

 

das ist auch ein Roman, den jeder kapiert und nicht viel kostet. Es liest sich in einem stueck weg 🙂

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Geschrieben
Am 9/10/2025 um 5:52 PM schrieb kingchaos:

Look at the book, and you will solve the problem, no matter where it occurs.

 

This is also a novel that everyone can understand and doesn't cost much. It can be read in one sitting.🙂

Hi Kingchaos, 

I just bought the book, after reading your recommendation, to and see if there are solutions to the puzzles. 

🤓🧐

Don't trick us! 

 

  • Like 2
Geschrieben

he found the solution in his work on symtem theory.

 

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if all the stuff has to pass this small point, it must be faster at the bottleneck.

 

So only if u widen up this point, you can get more out of your system.

 

Place a quality control BEFORE this point to unsure, that only part free from any mistakes are processed to avoid the bottleneck processing stuff what is defect before it AND a quality control after the bottleneck to know INSTANTLY WHEN u have to process something again on the bottlebeck. IF u dont check after bottleneck what has to be processed again will block your bottleneck later WHEN u dont know it. This is on of the biggest problems. Other stuff has to wait when u have to reprocess something on the bottleneck will result in a complete breakdown of the processes after the bottleneck.

 

AND be sure ALL other processes CAN run a a higher speed then the bottleneck (he calls it sprint capacity), BUT BE SURE they only run faster if there was a problem in process. make some material buffers before and after the bottleneck to avoid bottleneck breakdown when something before or after the bottleneck is blocked by problem of "murphys law".

 

its so easy to understand, how to manage a production, when u know how the system at a whole is working.

 

Funfact, investments in the bottleneck may result in an extreme increase in output. so your investment calculation will be more easy and have an impact on the whole output, because bottleneckthinking (theory of constraints) dont consider what is happened in other processes, which are no bottleneck. this other capacity has 0 costs, because all the costs u have (your overall expense) accumulating at the bottleneck, BUT the bottleneck is producing the hole throughput (selling pricve - total variable costs (material for the project u work on)).

 

 

1. find your bottleneck

2. widen it up

3. searching where the bottleneck is moving

4. go back to 1. 

 

BR from eastern germany 🙂

  • Like 1

HP Z2 G9 Wolf Security Edition Win 11 Pro I0 14900 24 kerne 3.2 ghz, 64 gb RAM, NVIDIA RTX A4000. VWX 2025

Geschrieben (bearbeitet)

Wir nutzen seit vier Jahren Annexus und sind sehr zufrieden. Unsere Datenablage und die Durchgängigkeit sind auf einem Level angekommen, mit dem sich gut arbeiten lässt. Suchzeiten und Umfang der Ablage, zusammen mit der vollständigen Konstruktion in Vectorworks machen es uns möglich auch nochmal kurz in alten Projekten zu sehen wie Details gelöst wurden, welches Material zum Einsatz kam und wer alles am Projekt beteiligt war. 

 

Schmerzpunkte die lange als "ist halt so" oder "machen wir immer schon so" abgetan wurden, sind wir in den vier Jahren angegangen. Wir haben unsere Standardbeschläge im Lager als Artikel im ERP erfasst, im Vectorworks angelegt und im Lager mit Etiketten versehen. Jetzt seh ich im Lager wo was ist, kann es mittels Barcode nachbestellen, habe eine Preishistorie für meine Standardhändler, verwende die Beschläge und Materialien in Vectorworks, bekomme die Bearbeitung auf die CNC, die Bestelldaten auf die Stückliste und in den Warenkorb von Annexus. Und die Bestellungen kann ich dann per Mail auslösen, mit den jeweiligen Artikelnummern des Lieferanten (am Bestellen per IDS oder OCI sind wir gerade noch dran). Und der Wareneingang druckt ein Etikett mit Infos zu Projekt und Artikel direkt aus Annexus. Damit haben wir auch hier Suchzeiten und Nachbestellungen erheblich reduziert. Und die so erstellten Bestellungen machen auch die Rechnungsprüfung wesentlich einfacher.

 

Ja, meine Sicht ist sehr AV basiert, da das meine Hauptaufgabe ist und ich in dem Bereich auch die Systempflege bei uns im Betrieb übernommen habe. Aber auch Kollegen die die Anfragen über Angebotserstellung, Auftragserteilung, Montage und Rechnungsstellung bis zum Marketing betreuen sagen, dass sie mittlerweile viel Zeit sparen und die Zettelwirtschaft eigentlich weggefallen ist.

 

Ja, es ist ein langer Weg und es muss viel erstellt und eingerichtet werden. Aber Annexus bietet auch so viele Möglichkeiten diesen Weg zu unterstützen.

 

So, um mal hier vom Fanboy-Modus wieder runter zu kommen. Ich kenne die anderen Systeme nicht. Bei der Softwareauswahl und den Vergleichen war ich nicht beteiligt. Mir wurde es vorgesetzt und der Freiraum gelassen mich darin auszutoben. Es ging schon einiges an Zeit drauf, alles anzulegen und viele Wege und Verbesserungen waren erst Seitenstraßen bis sie zur Autobahn wurden. Den Start hat das Annexusteam mit einem Import von Kundendaten und Materialien aus einer alten Profacto-Version gesetzt und alles für ein gutes Arbeiten mit dem System eingerichtet. Das Feintuning haben wir uns selbst erarbeitet, wobei ich den Support seitens Annexus sehr loben kann.

 

Ich mag Annexus und will ihm hier in der Diskussion einfach ein bisschen mehr Aufmerksamkeit geben. Zumal sie auch zur "OneQrew" gehören und sich aktuell mit den Jungs der extragroup für eine besser Durchgängigkeit zusammen setzen.

Bearbeitet von ASchöne
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  • 1 Monat später...
Geschrieben

Moin zusammen,

 

wir haben uns in unserem Betrieb (ca. 50 Mitarbeiter) für Odoo entschieden und sind gerade dabei es zu implementieren, bzw. es individuell für uns und die Tischlerbranche zu entwickeln. 
 

Das ganze kaufmännische deckt Odoo schon von Haus aus gut ab, was fehlt ergänzen wir.

 

Was Odoo im Standard nicht gut kann, sind die spezifischen Anforderungen einer Produktion in der Tischlerei abzudecken.
Wir sind aktuell dabei verschiedene Schnittstellen zu schaffen zwischen CAD, Odoo und Maschinen/Produktion!

 

Wir können inzwischen Artikel und Produkte automatisiert aus Herstellerdaten anlegen: Platten, Beschläge, Werkzeuge usw.

 

Außerdem manipulieren und kumulieren wir in Verbindung mit Odoo Stücklisten, Zuschnittoptimierungen und CNC-Programme. Auch Aufmaße an Gehrungen usw werden abgedeckt.

 

Aktuell konzentrieren wir uns aufs MPR Format sowie auf Schellings HPO, einfach weil wir das bei uns so nutzen! Andere Formate wären später natürlich auch denkbar…

 

Wir sind ein Team aus Entwicklern, IT-Admins und natürlich Tischlern, die auch direkt mit entwickeln!

 

 Vielleicht finden sich ja noch ein paar, die das genauso cool finden, wie wir! 
 

Bei Interesse meldet euch einfach.

 

Grüße Flip 

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