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Ursachen für riesige PDF-Exporte


Pfandglas

Frage

Geschrieben

Hallo Forum,

 

erstes eröffnetes Thema nach Registrierung hier im Forum und dann gleich ein bekanntes und leidiges Thema: PDF-Exporte die viel zu große Dateien erzeugen.

Ich habe mich zu diesem Thema auch schon durch einige Threads hier im Forum gesucht (wie z.B. den nachfolgenden), bin aber nicht so recht fündig geworden, da mich hauptsächlich die Ursache für die Größe der erzeugten Dateien interessiert.

 

Ausgangssituation ist folgende: Ich bin dabei, für unser Büro eine recht umfangreiche Vorlagedatei zu erstellen, die viele Funktionen von VW im 3D Bereich auch entsprechend ausnutzt. Dazu gehören unter anderem auch die Schalenaufbauten von Wand- und Bodenstilen. Es sollen entsprechend auch die Detaillierungsgrade genutzt werden. (Tief lediglich mit "soliden" Wänden und Mittel bzw. Hoch mit sichtbarem Schalenaufbau) Hinzu kommt, dass als Grundlage für die Füllungen der meisten Schalen Mosaike verwendet werden sollen. (Keine Schraffuren, da ich diese unter Anwesenheit der Mosaike nicht für sinnvoll halte.)

 

Ziehe ich jetzt einige mehrschalige Wände auf - wie man das zu Projektbeginn meist macht - ergänze das um einige 2D-Objekte oder auch hybride Symbole für eine sinnvolle Grundrissdarstellung und setze das ganze auf ein Planlayout, was ich dann als PDF exportiere, kommt bei hohem oder mittlerem Detaillierungsgrad eine PDF-Datei heraus, die gern mal mehrere MB bzw. mehrere dutzend MB groß ist. Das soll sich natürlich ändern. Exportiere ich das selbe Layout mit tiefer Detaillierung - Schalen und somit deren Füllungen werden nicht bzw. als solide Fläche angezeigt - ist die Dateigröße merklich kleiner. Die selbe PDF kann dann schnell mal nur einige KB groß sein.

Deshalb ist meine Vermutung, dass die riesige Dateigröße am Detaillierungsgrad und/oder den Mosaiken liegt, welche als einzelne Vektoren ins PDF exportiert werden. Natürlich möchte ich aber in vielen Fällen die detaillierten Wandaufbauten im Plan enthalten haben.

Also Frage 1: Habt ihr generell Tipps, um die Exportgröße direkt aus Vectorworks niedrig zu halten?

Frage 2: Liege ich richtig mit der Vermutung, dass die Mosaike (mit) die Ursache für die wesentlich größeren PDF-Dateien sind? Und ließe sich das umgehen, indem ich zum Beispiel doch Schraffuren verwende oder das ganze anders löse?

Frage 3: Ein leicht anderes Thema: Wenn ich über den Befehl Publizieren PDF-Dateien erzeuge, um mehrere Planlayouts in eine Datei zu packen, gibt es dann gar nicht die Möglichkeit diese gerastert zu exportieren? Denn diese Einstellung finde ich da nicht. Zumindest hilft diese Einstellung beim Einzelexport für eine geringere Dateigröße. Letzteres ist aber auch nicht mein Ziel, weil die PDF oftmals weiterverwendet werden soll und daher schon vektorbasiert sein sollte. 

 

Die Probleme mit den großen PDF-Dateien beschränken sich nicht nur auf die eingeschränkte Möglichkeit diese per Mail zu verschicken, sondern auch auf den extrem stockenden Workflow mit diesen. (Der Drucker braucht eine gefühlte Ewigkeit die Pläne zu verarbeiten, der Acrobat Reader ist überfordert mit dem Dateiaufbau, dem Zoomen und Scrollen sowieso usw.) Unter anderem diese Punkte führen mich zu der Überlegung, ob beim Export aus VW nicht gar "fehlerhafte" Dateien entstehen, aber das soll nicht das Thema hier sein.

 

Noch was: Ich weiß es gibt sowohl kostenpflichtige Software als auch Freeware zum Komprimieren dieser Dateien, da aber eine ältere Version von Acrobat Pro mit der Komprimierung dieser Dateien überfordert ist und ich unsere Pläne ungern online irgendwo hochladen würde, sind das keine gangbaren Optionen.

 

Anbei gleich mal zwei Beispiel PDF (Detaillierungsgrad hoch und tief), um den Sachverhalt zu verdeutlichen. Auch wenn die größere Datei mit 3 MB natürlich händelbar ist, seht ihr den überdimensionalen Unterschied und könnt euch vorstellen, was passiert, wenn mehr als 5 Wände und ein paar Türen gezeichnet wurden.

 

Entschuldigt diesen Roman, aber ich weiß wie wertvoll Informationen zu den Fragen in diesem Forum sind und ich konnte mich nicht kürzer fassen.
Ich freu mich auf eure Hilfe, Danke.

NiedrigerDetaillierungsgrad.pdf HoherDetaillierungsgrad.pdf

Vectorworks: interiorcad 2024 Update5-F5.1 (64-Bit)

Betriebssystem: Microsoft Windows 10 Pro Version 21H2

Rechner: MacBook Pro (16 Zoll, 2019); Intel® Core(TM) i9-9980HK CPU @ 2.40GHz; 32 GB installierter RAM; AMD Radeon Pro 5600M 8 GB mit HBM2 Grafik­speicher

 

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5 Antworten auf diese Frage

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb Pfandglas:

Keine Schraffuren, da ich diese unter Anwesenheit der Mosaike nicht für sinnvoll halte.

Schraffuren sind viel Ressourcenfreundlicher und sollten wo immer möglich den Mosaiken vorgezogen werden. Auch beim Datenaustausch wirst du mit Schraffuren viel weniger Probleme haben. Nur weil Mosaike das gleiche tun wie Schraffuren heisst das nicht, dass Schraffuren obsolet sind!

 

vor 18 Minuten schrieb Pfandglas:

welche als einzelne Vektoren ins PDF exportiert

Genau darum hat man das PDF-Format. Durch Beschränkung der Objekttypen auf das Wesentliche (Rasterbilder und Vektoren) erhält man eine maximal zuverlässige Darstellung über verschiedene Systeme hinweg.

Vectorworks 2024 - Architektur - Win 10

Geschrieben

das ist bei uns im Büro auch immer wieder ein Thema ja.

Ein paar Tipps kann ich dazu geben:

Frage 1)

Wie du schon erwähnt hast, sollte man darauf achten, dass beim jeweiligen Maßstab und Detailierungsdetails gespart wird. Oft werden viel zu komplexe Muster/Schraffuren/Mosaike verwendet, die man auf dem ausgedruckten Plan eh nicht mehr sieht.

Bei Mosaiken kommt es auch sehr darauf an was im Mosaik enthalten ist, da können ja auch Transparenzen/Verläufe/Bildfüllungen usw. enthalten sein. Die Kombination daraus, kann große/langsame pdfs erzeugen. Wenn eine Füllung auch mit einer Schraffur machbar ist, würde ich generell die Schraffur vorziehen (das selbe gilt für Muster dort auch eher Schraffur als Muster)

Auch bei jedem Bild (Bildfüllung, Rendering, Bild, ...) sollte man vor dem Import in Vectoworks schauen, ob man es nicht vorher schon kleiner machen kann (ich verwende xnconvert dazu).

Frage 2)

Bei reinen Vectorgrafiken, ist jeder Strich eine Linie, das kann man noch nachträglich optimieren mit ghostscript oder ilovepdf.com. Ein Mosaik oder eine Schraffur im Plan kann da schon der Großteil der Speichergröße des sein.

Oder innerhalb von Vectorworks gewisse Muster/Schraffuren/Mosaike vermeiden oder vereinfachen.

Wenn Bilder enthalten sind, gibt es ja jetzt auch die Möglichkeit beim Exportieren diese zu verkleinern. Ich empfehle da aber eher schon vorher die Bilder zu bearbeiten, bevor sie in Vectorworks geladen werden.

Das ist auch oft bei PDF Importen der Fall, wo Bildanteile enthalten sind.

Frage 3)

Doch geht auch beim Publizieren, sollten die selben Einstellungen vorhanden sein wie beim Export

 

Bildschirmfoto 2022-05-13 um 16.25.37.png

Vectorworks Design Suite 2024 Update 7

MacOS 15.2

www.unlimited.co.at

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb herbieherb:

Schraffuren sind viel Ressourcenfreundlicher und sollten wo immer möglich den Mosaiken vorgezogen werden. Auch beim Datenaustausch wirst du mit Schraffuren viel weniger Probleme haben. Nur weil Mosaike das gleiche tun wie Schraffuren heisst das nicht, dass Schraffuren obsolet sind!

 

Cool, danke für die Info. Dass Schraffuren deutlich weniger Ressourcen dahingehend verbrauchen wusste ich nicht.

Scheinbar werden diese ja dann anders in PDF konvertiert als Mosaike.

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Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb unlimited:

Doch geht auch beim Publizieren, sollten die selben Einstellungen vorhanden sein wie beim Export

 

Die Schaltfläche kannte ich, aber jetzt habe ich erst herausgefunden, dass ich auf die einzelnen Layoutebenen klicken und dann diese Einstellungen vornehmen kann. Danke dafür :D 

Übrigens hab ich erstaunlicherweise mit Bildern auf Plänen noch nie Probleme wegen zu großen Dateien gehabt, da hat mir die Komprimierung beim Laden in VW immer gut getaugt. Aber trotzdem danke für den Hinweis, diese dann vorher zu komprimieren, kann mir ja auch evtl. mal zur Stolperfalle werden.

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Geschrieben

Nachdem ich die Mosaike in der Beispieldatei vollständig durch Schraffuren ersetzt habe, erreicht die selbe Datei bzw. deren PDF-Export eine Größe von 42 KB. Hauptursache ist allerdings tatsächlich eine bestimmte Schraffur. Putz habe ich anders als Mauerwerk und Dämmung mit mehreren etwas aufwändigeren Polylinien dargestellt. Tausche ich nur diese durch eine (zugegeben nicht ganz adäquate) Schraffur aus, hat die PDF 56 KB.

 

Fazit: Mosaike sollten auch sehr einfach gehalten werden, dann tragen sie auch nicht so dick auf die Dateigröße auf, was mit Schraffur sinnvoll darzustellen ist, sollte aber damit gemacht werden.

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