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joel_mh

Modellieren in Vectorworks (VW vs. Rhino vs. SketchUp)

Empfohlene Beiträge

Hallo zusammen,

 

ich bin mittlerweile Student und befasse mich seit einigen Wochen mit dem Thema 3D-Modellierung. An meiner Hochschule wird ArchiCAD und Rhino gelehrt. Beide Programme gefallen mir überhaupt nicht, weshalb ich bei den üblichen CAD Aufgaben bereits bei VW geblieben bin. Seit diesem Semester hab ich auch die Tendenz Rhino beiseite zu legen, da die Bedienung alles andere als intuitiv ist...

 

Meine Gedanke ist nun wirklich alles in VW zu erledigen. Gerade mit VW21 sind ja einige sehr gute Verbesserungen hinzugekommen und mein erster Eindruck ist ziemlich positiv!
Jedoch habe ich bisher eher einfache Körper mit VW gebaut. 

Meine Frage wären:
1. Kennt noch jemand weitere ausführlichere Tutorials? (Die über die Basic's z.B. aus Rechteck ein Extrusionskörper generieren hinausgeht)
2. sind neue Tutorials mit VW21 geplant? (Frage an das CW-Team)
3. ich erinnere mich, dass es für Service Select Kunden ein Webinar gegeben hat ("Vectorworks so einfach wie SketchUp" oder so ähnlich) Ist dieses Webinar als Aufzeichnung auch für Studenten zugänglich?
4. hat jemand Erfahrungen bzgl. Modellierung mit VW, Rhino oder auch SketchUp, also im Vergleich zu VW? Bin ich hier wirklich auf dem Richtigen Weg komplett auf Vectorworks zu setzen oder komme ich dort schnell an meine Grenzen? Über jeden Erfahrungsbericht wäre ich sehr sehr dankbar!

 

Schon mal vielen Dank!

Gruß

Joel
 


VW2021 Architektur SP1 | Cinema 4D R23 + Corona Renderer 6 | macOS Catalina |  MacBook Pro 16" (2019), Intel Core i7 2,6GHz, 16GB RAM, AMD Radeon Pro 5300M 4GB

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zu 4. Erfahrung VW im Vergleich zu Sketchup

Die guten Nachrichten:

- Vectorworks hat in den letzten Jahren eine Vielzahl von Verbesserungen im 3D Bereich erfahren.

- Es gibt eine größere Anzahl von Tutorials auf Youtube, die das Modellieren von komplexeren Formen zeigen.

Noch Verbesserungspotetial:

- Obwohl das Modellieren in 3D schon stark verbessert wurde, finde ich die Oberfläche etwas unruhig im Vergleich zu Sketchup. Es flackert und hightlighted immer irgendwas - klar - ist eine Hilfe - aber macht nicht soviel Spaß.

- Die vielen 3D Tools erfordern jeweils eine separate Einarbeitung oder Beschäftigung. Man kann sehr schnell beeindruckende Formen erzeugen, aber es ist nicht so leicht, geometrisch und maßlich genau das Ergebnis zu erzielen, das man benötigt. Die 3D Tools sind in meinen Augen eher entwurfsgeeignet als konstruktionsgeeignet. Der Angang ist oft nicht wirklich intuitiv. Ich denke, dass das der Leistungsfähigkeit geschuldet ist, aber ich frage mich, ob's nicht doch intuitiver ginge.

- Die 3D Tools führen gelegentlich in eine Bearbeitungssackgasse. Nicht alle Modifikationstools sind in gleicher Weise auf alle Arten von 3D Elementen anwendbar. Manches ist einfach nicht vorhersehbar. Auch in dieser Hinsicht ist die Anwendung nicht wirklich intuitiv und auch hier ist dies wahrscheinlich ein Stück weit der Leistungsfähigkeit geschuldet.

 

Fazit:

In Sketchup weiß man sich eigentlich immer zu helfen, weil es nichts anderes gibt als 'klebrige' Linien und Punkte und Flächen.

In Vectorworks ist es eine Herausforderung, sich die unterschiedliche Anwendung und v.a. die unterschiedliche Weiterverarbeitung der vielen 3D Tools zu merken. Bildlich gesprochen ist Sketchup ein elegantes Segelflugzeug mit einem Höhenmesser, einem Steuerruder und einer Uhr und bei Vectorworks befindest Du Dich im Cockpit eines Passagierflugzeugs.

 

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HI joel_mh,

 

grüße Dich.

 

Ich kannte das Video, hier der Link dazu: Vectorworks so einfach wie Sketchup.

https://www.youtube.com/watch?v=00B5lhF_tL0&ab_channel=Vectorworksdeutsch

... by the way: eine einfache Suche in Youtube hätte genügt!

 

Hier noch mein 2-Cents zum Thema:

Ich bin langjähriger SKP- und VW-User und zur Zeit probiere ich auch Rhino aus.

 

Am schnellsten in 3D arbeite ich definitiv in SKP.

Dort bin ich beim modellieren am schnellsten, weil ich alles mehr oder weniger

direkt bearbeiten kann. In VW muss ich ständig überlegen welcher Modi

(Punktkörper, Nurbs, Solid, 3D-Polygon, Subdivision) gerade, für welche 3D-Operation

funktioniert. Genau das stört mich an VW am meisten, denn ich will mich eher

mit dem 3D-Modellieren beschäftigen, als mit der Technik die dahinter steckt.

 

In SKP habe ich über die Jahre viele Plugins installiert (teilweise kostenlos,

teilweise kostenpflichtig). Mit den Plugins kann ich dort fast alles relativ schnell machen.

Es gibt in SKP nur den einen 3D-Modus und der ist, wenn man die Basics verstanden hat,

absolut gut nachvollziehbar.

 

Phrodus schrieb von "zusammenkleben" und genau so denkt SKP.

Hat man verstanden wie man sinnvoll gruppiert, dann kann man schnell die Technik

dahinter ausblenden und modellieren. Leider ist SKP nur ein Polygonmodeller und

kennt keine z.B Nurbsflächen, oder absolute Kreis udgl. 

 

/ / / 

 

Jedes Jahr freue ich mich auf die neue Version von VW und hoffe auf sinnvolle Verbesserungen

im 3D. Es kommen zwar welche, aber leider nur homöopathisch (meiner Meinung nach = mMn).

 

In VW sind grundsätzlich auch viele 3D-Operationen machbar. Die Tools sind aber

leider oft nur "oberflächlich" entwickelt. Will man abweichend von den Basisoperationen

was modellieren wird es schnell schwierig. Oft artet es in einen Konvertierungswahnsinn

aus (mMn).

 

Beispiel:

Ich habe einen Solid-Würfel und will mal schnell einen Eckpunkt verschieben.

Mit Solid nicht möglich, also muss ich das Objekt in einen Punktkörper konvertieren.

Hat der Solid noch Binnenräume (Löcher), dann wird es noch ungünstiger,

da der Punktkörper, bestehend aus einzelnen 3D-Polygonflächen. keine Binnenräume

richtig interpretieren kann, da 3D-Polygone keine Binnenräume kennt. Nurbsflächen

kennt das Punktkörperobjekt nicht.

 

Oder oft bekommt man auch die Meldung, dass das Tool z.B. Hohlkörper keine Operation

ausführen kann, da die z.B. mehrfachgekrümmte Nurbsfläche damit nicht "verdickt" werden

kann.

 

Mir kommen die Meldungen, dass irgendetwas in VW nicht berechnet werden kann

viel zu oft, bei mMn zu wenig komplexen Modellierungswünschen!

 

VW sollte mMn sinnvoll erweitert werden:

- Push/Pull von Flächen, Kanten und Endpunkten

- Push/Pull von nicht planaren Flächen, inkl. Option für Stirnseiten (orthogonal oder Achsorientiert)

  (dann brauche ich z.B. das Hohlkörpertool nur noch für den "Hohlkörper". Es ist etwas

   missverständlich In VW, dass man mit dem Hohlkörper auch Flächen "verdicken" kann)

- EIN Modus für alle 3D-Geometrie, bei dem sämtliche 3D-Operationen ausführbar sind.

- Im Programm einen Standard festlegen, wie alle Flächen erzeugt, berechnet werden: triangluiert,

  wie Nurbsfläche, Quadface (wie Subdivision).

- Eine Option die erzeugten Flächen (entweder triangluiert, Nurbsfläche, Quadface) in die

  jeweilige andere Art zu konvertieren (trianguliert zu Quadface, oder Quadface zu Nurbs usw.)

- Einzelne Tools erweitern/verbessern, z.B. mehrere Nurbsflächen zu einer Nurbsfläche zusammenfügen usw. 

- mehr Optionen für Loften 

 

/ / / 

 

Ich investiere jedes Jahr sehr viel Zeit zum Ausprobieren der 3D-Tool in VW und schreibe

jedes Jahr sehr viele Verbesserungsvorschläge an den VW-Support, mit der Hoffnung,

dass irgendwann mal meine Stimme gehört werden wird, denn eigentlich will ich ja

in VW bleiben, ohne SKP oder Rhino benutzen zu müssen.

 

Was mich auch immer gestört hat war der nicht so gute Import von SKP Geometrie

zu VW. Der VW-Import kann ja nur Punktkörper für SKP Daten (keine Solids) und meine

Importe waren, wenn die Geometrie Binnenräume/Löcher hatte nicht zu gebrauchen.

 

Mittlerweile importiere ich meine SKP-Daten in Rhino als Solids und importiere

die Rhino-Datei in VW. Magic happens und die Ergebnisse sind tip top.

 

Warum der direkte Weg in VW nicht geht muss man die Roadmap-Entscheider

fragen. (zahllose Feedback-Tickets sind geschrieben worden)?

 

Ich für meinen Teil, bleibe vorerst noch bei SKP, da ich dort wesentlich schneller

zum Ergebnis komme und auch meine Geometriedaten in SKP besser und schneller

weil direkter kontrollieren kann.

 

Beispiele für mich wichtige Optionen in SKP, welche auch nach VW transferiert werden sollen:

- Endpunkte permanent an/aus (nicht nur im Bearbeitenmodus wie in VW)= ich sehe schnell

  wie komplex die Geometrie ist und kann darauf reagieren.

- Ich habe Plugins die zu komplexe Geometrie sehr gut vereinfachen können,

  z.B. zwei oder mehrere Einzellinien welche in die absolut gleiche Richtung laufen, können zu einer

  einzelnen Linie konvertiert werden.

- Linienfarbe nach Achsenfarbe  an/aus = ich sehe schnell ob sauber orthogonal nach Achse gezeichnet wurde.

  Stellt man die interne Achse um, dann orientieren sich die Linienfarben nach der neuen Achse.

  rote Linen = absolut X-Achse, grüne Linien = absolut y-Achse, blaue Linien = absolut Z-Achse,

  schwarze Linien = alle anders orientierten Linien (weder: x, y noch z)

- Farbe nach Tag an/aus = ich sehe schnell ob ich sauber strukturiert habe (geht in VW auch)

 

Auch solche Feedback-Tickets habe ich mehrfach über die Jahre gestellt.

 

/ / / 

 

Es hängt halt leider letztendlich an den Entscheidern in Amerika, wohin die Reise geht

... und an uns, Wünsche zu äußern.

 

Die Tendenz geht vermutlich dahin, dass wir User mehr gehört werden.

VW nutz ja Analysetools, um herauszufinden welche Tools wir am meisten benutzen,

um letztendlich zu Entscheiden, was künftig in VW verbessert wird.

 

Beispiele:

- Fenster-, Treppen und Tür-Tools sollen ja endlich gescheit überarbeitet werden für 2020.

- VW wird konstant in der Geschwindigkeit verbessert (ich merke davon nicht immer was)

- Apple Metal kommt (sorry privates Ding!)

 

Also mein Appell: Wenn euch was stört: Macht Feedback-Ticket auf, gerne auch mehrfach

(in sinnvollen Zeitabständen z.B. nach einem Release).

 

Besser wäre noch, man könnte sich kanalisierten und eine Wunschkategorie mit Voting

hier im Forum zu installieren. Gemäß einer demokratischen Wahl, oder Volksentscheid,

so dass wir voten können in welche Richtung für uns programmiert wird.

Die Wahlmöglichkeiten könnten durchaus auch vom VW-Team eingebracht werden. 

 

/ / / 

 

Dann noch einen Appell an VW/Computerworks (mMn).

 

Ich finde die Update-Politik sollte evtl. überdacht werden. Ein jährliches Release setzt einen

Entwickler doch sicherlich stark unter Druck. Auf DEN einen Termin X muss möglichst alles fertig werden.

Evtl. werden so tendenziell halbgare Tools dem Anwender überlassen, reifen dort und sind

erst mit Servicepack X dann zu benutzen (oder erst in Version 2 im Folgejahr, oder nie

wie das Träger-Tool (sorry VW/Computerworks ist leider so!))

 

Warum nicht, wie es viele Hersteller bereits machen (Adobe, SKP, bestimmt auch andere noch),

mehrere kleinere Häppchen übers Jahr verteilt und dafür die Tools dann besser getestet und

auch fertiger. Der Entwicklerdruck dürfte sich doch somit etwas entspannen.

 

Ich hätte nichts dagegen, wenn diverse größere Verbesserungen z.B. erst mit 2021.1

oder 2021.2 einfließen würden.

 

Als Anwender müssten wir dann unter Umständen, nicht immer ein Jahr warten.

 

/ / / 

 

Ich hätte auch nichts für mehr Transparenz gegenüber uns Anwender.

Auch hier geht die Tendenz in die richtige Richtung z.B.

https://www.vectorworks.net/design-day

 

Beispiel Twimotion (so stelle ich mir das vor).

https://portal.productboard.com/epicgames/3-twinmotion-public-roadmap/tabs/4-under-consideration

 

Viele Grüße, eine schöne Restwoche und bleibt alle gesund.

Tobi


/ / / / /

 

VW 2021 SP2 R1 (Build 574483) 64-bit
VW 2020 SP5 R1 (Build 562257) 64-Bit

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Vielen Dank für eure sehr ausführlichen Antworten!
Vorab: mit SektchUp habe ich selber noch so gut wie keine Erfahrungen gemacht. Ich arbeite Seit 4 Jahren mit VW und bin mit der Oberfläche ziemlich vertraut. Nur was eben die 3D-Modellierung angeht, stehe ich noch relativ am Anfang.

 

vor einer Stunde schrieb tobiaskern:

Ich kannte das Video, hier der Link dazu: Vectorworks so einfach wie Sketchup.

https://www.youtube.com/watch?v=00B5lhF_tL0&ab_channel=Vectorworksdeutsch

... by the way: eine einfache Suche in Youtube hätte genügt!

Das Video kenne ich bereits. Hab gerade nochmal gegoogelt und ich meinte folgendes Webinar vom September:

https://www.computerworks.ch/vectorworks-blog/details/webinar-modellieren-in-vectorworks-einfach-wie-in-sketchup.html

 

vor 16 Stunden schrieb Phrodus:

- Es gibt eine größere Anzahl von Tutorials auf Youtube, die das Modellieren von komplexeren Formen zeigen.

Eigentlich kenne ich die meisten Tutorials auf YouTube, nur gehen die meistens  nicht weit genug in die Tiefe. (abgesehen vom oben genannten Video von tobias) Gerade dieses Video mit den Vorgehensweisen bei verschiedenen Situationen fand ich sehr hilfreich und anschaulich! Aber da muss ich wohl doch nochmal genauer nachsehen. (vermutlich auch im englisch sprachigen Raum)

 

vor einer Stunde schrieb tobiaskern:

In VW muss ich ständig überlegen welcher Modi

(Punktkörper, Nurbs, Solid, 3D-Polygon, Subdivision) gerade, für welche 3D-Operation

funktioniert.

vor 16 Stunden schrieb Phrodus:

- Die 3D Tools führen gelegentlich in eine Bearbeitungssackgasse. Nicht alle Modifikationstools sind in gleicher Weise auf alle Arten von 3D Elementen anwendbar. Manches ist einfach nicht vorhersehbar. Auch in dieser Hinsicht ist die Anwendung nicht wirklich intuitiv und auch hier ist dies wahrscheinlich ein Stück weit der Leistungsfähigkeit geschuldet.

Das finde ich bisher auch ziemlich verwirrend. 

 

vor einer Stunde schrieb tobiaskern:

In SKP habe ich über die Jahre viele Plugins installiert (teilweise kostenlos,

teilweise kostenpflichtig). Mit den Plugins kann ich dort fast alles relativ schnell machen.

Es gibt in SKP nur den einen 3D-Modus und der ist, wenn man die Basics verstanden hat,

absolut gut nachvollziehbar.

 

Das schreckt mich aktuell noch ab auf SketchUp zu setzen. Ich möchte nicht noch tagelang Recherche betreiben müssen bis ich loslegen kann. (Ich weiss auch hier gibt es bereits zahlreiche Videos auf YT) Die Plugins müssen ja wie du schon sagst z.T. noch zusätzlich bezahlt werden, wahrscheinlich gibt es auch Studentenversionen die dann aber je Plugin auch noch nachträglich angefordert und jährlich verlängert werden müssen. Der Verwaltungsaufwand der Studentenversionen ist mittlerweile schon ziemlich hoch bei den Unmengen an Programmen die man sich besorgen soll  😅 


Aber:
Sind die Plugins den zwingend notwendig um schnell und intuitiv arbeiten zu können? Ich hatte mal kurz in die Basis Version ohne Plugins reingeschnuppert, auf Anhieb kam ich aber nicht so gut zurecht, was bei einem neuen Programm natürlich erstmal nichts unübliches ist. Da müsste ich dann eh noch ein bisschen mehr Zeit investieren.

 

vor 1 Stunde schrieb tobiaskern:

Ich bin langjähriger SKP- und VW-User und zur Zeit probiere ich auch Rhino aus.

wie ist den dein bisheriger Eindruck mit Rhino?

 

vor 16 Stunden schrieb Phrodus:

Die 3D Tools sind in meinen Augen eher entwurfsgeeignet

das wäre glücklicherweise für meine Zwecke mehr als ausreichend 😁

 

 

Wie bereits erwähnt habe ich in VW bisher eher einfache Gebäude gebaut (Erst in 2020 seit paar Tagen auch in 2021
Was mir direkt aufgefallen ist, dass der Sprung von 2020 zu 21 schon sehr gewaltig ist. Weshalb nun auch der Gedanke aufkam komplett auf VW zu setzen. Dazu kommt eben, dass mir die Grundoberfläche von VW bekannt ist und ich somit nicht komplett bei 0 anfangen muss. Auch meine Bibliothek kann ich einfach weiterverwenden.
Was ich auch als sehr angenehm empfinde ist die Möglichkeit, 3D Bauteilen zu kombinieren. (einfache Fenster+Türen, einfache Treppen, PR-Fassade usw.) Die Betonung liegt hierbei wirklich auf "einfache" Fenster/Türen etc. 😅 

Ebenfalls praktisch finde ich die Möglichkeit in die einzelnen Modellierungsschritte (zu einem gewissen Teil) zurückspringen zu können, ohne wieder alles von neu zu bauen. Hat mir bei meiner letzen Aufgabe tatsächlich ziemlich Zeit gespart 

 

Jedenfalls vielen Dank für die bisherigen Antworten. Bin noch auf weitere Erfahrungen gespannt.
Werde mich aber nach euren Kommentaren doch noch etwas mit SketchUp beschäftigten und dann meine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

 

Wünsche euch eine gute Woche!

 

Gruß

Joel

 


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Ich hab neben einigen Gehversuchen mit verschiedenen Modelern früher vor Allem mit Sketchup gearbeitet und bin dann irgendwann dazu übergegangen gleich alles in Vectorworks zu modellieren. Das hatte vor Allem mit der Einschränkung von Sketchup auf Punktkörper zu tun. In den meisten Punkten würd ich gerade das Gegenteil von den vorher Postenden schreiben. Ich denke das hat vor Allem damit zu tun, dass man sich mit der gewohnten Software am wohlsten fühlt und am schnellsten vorwärtskommt. Schlussendlich kommts sehr auf deinen Stil an. Möchtest du dich nicht mit der Technik beschäftigen und einfach schnell ans Ziel kommen ohne Gedanken an Objekttypen zu verschwenden? Nimmst du dafür in Kauf, dass du auf gewisse Features verzichten musst, wie Rundungen, history-based Modelling, Solids etc. dann bist du der Sketchup-Typ. Willst du deine Daten alle im gleichen Programm und dich nicht mit Konvertieren rumschlagen? Möchtest du keine Kompromisse eingehen müssen, bei den möglichen Geometrieen und nimmst du dafür in Kauf, dass du für spezifische Objekttypen nur spezifische Werkzeuge benutzen kannst, dann hast du mit Vectorworks ein Tool das Sketchup in den allermeisten Punkten überlegen ist.

 

Wenn du von Sketchup mal eben in die Modellingfähigkeiten von Vectorworks reinschnupperst fällt als Erstes auf, dass Vectorworks im Vergleich ein wirklich mühsamer Polygonmodeller ist. Mir persönlich ist das völlig egal, weil Polygonobjekte dazu tendieren Löcher zu haben, ihnen also plötzlich ein definiertes Volumen abhanden kommt, man den Detailgrad von Rundungen nicht dynamisch anpassen kann etc. Wenn du Vectorworks gewohnt bist und zurück zu Sktechup wechselst, wirst du enttäuscht feststellen, dass es halt nur ein Polygonmodeller ist.

 

vor 3 Minuten schrieb joel_mh:

Die 3D Tools sind in meinen Augen eher entwurfsgeeignet

Auch hier würd ich eher das Gegenteil behaupten. Für Entwurf ist es egal, dass Rundungen nur Näherungen sind und auch das Volumen von Objekten ist erstmal meist egal. Bei einer Ausführungsplanung möchtest du aber keine Kreise die eben mal 5% zuwenig Oberfläche haben. Oder eigentliche Solids, welche in der Masseauswertung plötzlich kein Volumen mehr haben, weil ein Objekt nicht ganz geschlossen ist.

 

Ein Punkt den ich als Student noch wichtig fand ist, dass du in Vectorworks die Möglichkeit hast 2D und 3D in einem Modell zu kombinieren, was dir, wenn du das beherrschst auch Zeit sparen kann, weil du nicht mehr separat und in verschiedenen Softwares planst, sondern ein Gebäudemodell erstellst, von dem du Grundrisse/Schnitte/Fassaden und Renderings ableitest.


Vectorworks 2020 - Architektur - Win 10

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Wenn man mit Sketchup anfängt und vorher andere 3D Programme kannte, ist man etwa 1h lang extrem frustriert. Denn in Sketchup 'klebt' alles aneinander. Wenn man's verstanden hat, gibt's nichts schöneres. Wie tobiaskern schreibt: die Funktionsweise, also das Verhalten der 3D Objekte in Sketchup ist extrem einfach. Es ist wie Radfahren. Man muss sich nichts merken, man muss es nur 1x eingeübt haben.

 

Das mit den Plugins ist in Sketchup toll, weil es eine große Community gibt und man findet für jede erdenkliche Anwendung ein Plugin. Der Vorteil ist der Nachteil: ich finde die Plugins ähneln in ihrer Komplexität und 'Eigenartigkeit' den 3D Tools in Vectorworks. Die Bedienung erfordert Einarbeitung und man begibt sich gelegentlich in Sackgassen. Vectorworks hat in der Beziehung einen Vorteil, weil die Tools dort im wesentlichen sauber programmiert sind und fortlaufend gepflegt werden. Bei den Sketchup Plugins hängt's vom Einsatz der oft ehrenamtlich tätigen Programmierer ab.

 

Fazit

Wenn Du einen eher spielerischen Ansatz suchst, der vorwiegend Spaß macht, probier' Sketchup.

Wenn es mittelfristig leistungsfähig sein soll und mit herkömmlichem CAD kombinierbar, nimm Vectorworks.

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Hi Joel,

 

grüße Dich.

 

… na ja als gewaltigen Sprung würde ich von 20 zu 21, jetzt nicht gerade bezeichnen.

Der Progress war gut, aber nicht überragend.

 

Ich persönlich erwarte mir von Version 22 deutlich mehr (Apple Metal Support,

bessere Fenster-/Tür-/Treppen-Tools (wurde ja angekündigt), Wände mit

besseren Laibungseinstellungen usw. siehe VW Design Day Videos)

 

Kommt das alles, dann wäre es für mich, der beste Release seit Jahren.

 

/ / / 

Zu Sketchup:

Für die Einarbeitung muss man immer eine gewisse Zeit rechnen.

Gut Ding braucht Weile.

 

Die meisten/viele Plugins sind in der Tat kostenlos.

Ich kann nahezu alle Plugins von Fredo6 empfehlen.

 

Was der Mann programmiert hat, wäre ein Oskar in der

Sketchup-Hemisphäre wert.

 

https://sketchucation.com/pluginstore?pauthor=fredo6

 

Meine Bezahlplugins sind aber oft preiswert, viele im Bereich 10 – 20 Euro.

 

Es gibt aber auch teurere, wie z.B. die Tools von https://mindsightstudios.com/

odgl. wie Thomas Thomassen https://evilsoftwareempire.com/.

 

Man ist recht flexibel mit den Plugins.

 

Das Problem mit SKP ist:

- Ab nächstes Jahr nur Abo-Modell (ich kann sowas überhaupt nicht leiden)

- SKP wird zu schnell, zu langsam (bei mir auf Mac, mit viel Geometrie)

  Hier sollte mal der Backend generalüberholt werden. Blender und Konsorten

  machen dies viel besser.

 

/ / / 

Zu Rhino.

Hier tue ich mich gerade etwas schwer, da die Komplexität an

Optionen/Befehlen mich fast erschlägt.

Gut Ding braucht weile.

 

Das Programm kann sehr viel (mehr auf Windows als auf Mac)

da es auch hier viele Plugins gibt und viele davon nur auf Windows laufen.

 

Für organisches ist Rhino bestimmt best of class.

 

Manchmal hilft mir Rhino bei bestimmten Befehlen, die ich

in VW nicht hinbekommen (Nurbsflächen verrechnen usw.

oder der Import aus SKP über Rhino zu VW)

 

Viele switchen auch auf Blender.

Da: kostenlos, plattformunabhängig und featurereich (z.b. Integration von Renderengine, usw.).

 

Viele Grüße

Tobi


/ / / / /

 

VW 2021 SP2 R1 (Build 574483) 64-bit
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Hi,

 

herbie hat natürlich auch in vielem Recht, mit dem was er schreibt.

 

Es kommt, halt auf den User an, wie er es für sich am besten organisiert.

 

Eine pauschale Aussage, gibt es bestimmt nicht,

also teste, probiere und versuche Dich.

 

Wenn eine Fee eines Tages zu mir kommen würde, dann würde ich mir

mein eigenes CAD zusammenzaubern lassen, ohne Schwächen

(für mich) und es Vectorsketchceros 3D nennen.

 

Grüße

Tobi

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Moin,

 

ich habe früher auch viel mit SketchUp und Rhino gemacht, mittlerweile bin ich aber fast nur in Vectorworks unterwegs. Mein grösstes Thema ist der Medienbruch. Ich möchte so wenig in anderer Software erledigen wie möglich. Jedes Konvertieren führt zu Informationsverlust und Mehraufwand im Einpflegen in die Dokumentationssoftware. ('Live'-Schnittstellen sind ein anderes Thema) Ich verstehe aber auch das Argument das richtige Werkzeug für die zu erledigende Aufgabe zu verwenden.

Generell aber gebe ich den anderen Recht, dass das 3D-Modellieren etwas einfach sein könnte. Als Beispiel dafür wie es gut gelöst ist, finde ich die shapr3D App für iPad. So intuitiv und flexible wie hier habe ich es noch bei keiner anderen Software gesehen und das ganze basiert auf dem gleichen Modellierkern wie Vectorworks, also scheint es nicht unbedingt an der zu Grunde liegenden Technik liegen, sondern eher an der Umsetzung in der jeweiligen Umgebung.

Die App bietet einen x_t Export, also das native Format für Parasolid. Meine Erfahrung mit x_t-Dateien war bisher, dass in Vectorworks eine saubere Geometrie ankommt mit der man weiter arbeiten kann. Mit der Umstellung auf Apple Silicon und Big Sur haben sie auch schon angekündigt ihre App auf Mac-Geräte zu portieren.

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